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Großteil der Europa-Aktienmanager schlägt Benchmark - Fondsnews


17.07.17 14:03
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Zahlreiche Studien zweifeln daran, dass aktive Manager den Markt übertreffen können, so die Experten von "FONDS professionell".

Bei europäischen Aktien sei den Fondslenkern nun immerhin ein Achtungserfolg gelungen.

Im zweiten Quartal sei es immerhin 72 Prozent der Fondslenker auf europäische Aktien gelungen, ihre Benchmark zu schlagen. Dies zeige eine Untersuchung des Daten- und Analyseportals Fundinfo. Ohne Abzug der Kosten wären es sogar 84 Prozent gewesen.

Auf längere Sicht falle das Ergebnis jedoch deutlich schwächer aus: Seit Jahresbeginn sei es 53 Prozent der Europa-Aktienmanager gelungen, nach Kosten ihr Vergleichsbarometer zu übertreffen. Über die vergangenen zwölf Monate gesehen seien es lediglich 35 Prozent gewesen. Bei US-Aktienfonds falle das Ergebnis ausgewogener aus: Über alle drei Zeiträume hinweg sei es jeweils rund der Hälfte der Manager gelungen, nach Kosten ihren Index hinter sich zu lassen.

Aktienfondsmanagern falle es meist schwer, in großen Standardmärkten wie Europa oder USA ihre Messlatte zu übertreffen. Eine Heerschaar von Analysten beobachte die jeweiligen Unternehmen, neue Gewinnschätzungen oder Empfehlungen würden sich in Windeseile verbreiten. Entsprechend selten gelinge es den Managern, etwa durch persönliche Meetings mit dem Top-Management einen Informationsvorsprung zu gewinnen und durch eine clevere Auswahl der Titel den Markt abzuhängen.

Im Feld der Schwellenländer-Titel wiederum sei es im zweiten Quartal 53 Prozent der Manager gelungen, sich nach Kosten von ihrer Benchmark abzusetzen. Auf Jahressicht seien es immerhin 61 Prozent gewesen, über die vergangenen zwölf Monate aber nur 42 Prozent. Die oftmals propagierte These, dass aktive Manager in den weniger effizienten Emerging Markets eher noch üppige Renditen einfahren könnten, würden also durch diese Ergebnisse nicht mehr bestätigt.

Der Fundinfo-Auswertung zufolge hätten Manager zuletzt bei der Branchengewichtung punkten können, wenn sie Telekom- oder Energiewerte gemieden hätten. Gut seien hingegen Finanz- und Rohstofftitel gelaufen. Allerdings hätten sich nur wenige Manager in diese Sektoren im großen Stil eingekauft. (17.07.2017/fc/n/s)