Goldpreis konnte sich bei 1.160 USD fangen


30.07.10 17:06
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der Goldpreis konnte sich bei seiner wichtigen Unterstützung von USD 1.160 fangen, berichten die Analysten der Erste Bank.

Auch wenn das gelbe Edelmetall nur knapp USD 90 vom Allzeithoch entfernt sei, sei die Stimmung zuletzt klar negativ geworden. Sei das Sentiment vor einigen Wochen noch himmelhoch jauchzend gewesen, so sei es aktuell zu Tode betrübt. Bullisch-Consensus sei laut Market Vane auf 60% gefallen, dies bedeute den tiefsten Stand seit Dezember 2008. Der Hulbert Sentiment-Index sei indes auf 9,2% gefallen und markiere somit ein Jahrestief. Dies seien klar positiv zu interpretierende Kontraindikatoren.

Betrachte man die Charttechnik, so relativiere sich das negative Bild rasch. Die 1.160 habe schön gehalten, der nächste Support läge im Bereich des 200-Tage-Schnitts bei 1.145 sowie nachfolgend bei 1.110 (250-Tage-Moving Average). Der Goldpreis handle nun am unteren Bollinger-Band, insofern sollte sich das überverkaufte Szenario bald abbauen. CCI und Williams %R würden bereits positive Divergenzen zeigen, der MACD stehe allerdings auf Verkauf. Die Konsolidierungsphase könne noch weitergehen, insbesondere zumal die Sommermonate eine traditionell schwache Saisonalität ausweisen würden. Die Analysten der Erste Bank würden dies jedoch ganz klar als Kaufgelegenheit interpretieren. September weise die positivste Saisonalität aus, zudem dürfte "quantitative easing pt. 2" vor der Türe stehen. (30.07.2010/ac/a/m)


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