Franklin GCC Bond Fund: Ausgezeichnet investieren! Fondsanalyse


09.10.19 10:30
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Festverzinsliche Wertpapiere mit einer attraktiven Rendite sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld rar geworden. GCC-Anleihen bilden hier eine Ausnahme. Mit dem von Mountain-View ausgezeichneten Franklin GCC Bond Fund können Anleger in diese Anlageklasse investieren, so die Experten von Franklin Templeton.

Wer aktuell auf der Suche nach festverzinslichen Wertpapieren mit einer attraktiven Rendite sei, habe es schwer. In zahlreichen europäischen Ländern müssten Anleger sogar Geld zahlen, damit sie dem Staat Geld leihen dürften. So würden beispielsweise die Renditen deutscher Staatsanleihen derzeit über alle Zeiträume hinweg im negativen Bereich notieren. In Anbetracht der jüngsten Maßnahmen und Äußerungen der Europäischen Zentralbank (EZB) werde sich an dieser Situation auf absehbare Zeit wahrscheinlich kaum etwas ändern.

Um attraktive Renditechancen zu finden, sollten Anleger einen Blick über den Tellerrand bzw. Europa hinaus wagen. Eine Region, die kaum beachtet werde und in vielen Depots unterrepräsentiert sei, sei der Golf-Kooperationsrat. Der Golf-Kooperationsrat (Gulf Cooperation Council, GCC) sei eine Allianz zwischen sechs Ländern des Nahen Ostens: Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

GCC-Anleihen könnten eine attraktive Anlageklasse darstellen: Sie würden meist eine niedrigere Volatilität aufweisen und potenziell höhere Erträge als Anleihen aus Industrieländern liefern. Zudem würden sie häufig über bessere Fundamentaldaten und höhere Bonitätsbewertungen als Schwellenmarktanleihen in anderen Regionen verfügen.

Mit dem Franklin GCC Bond Fund könnten Anleger in diese Anlageklasse investieren. Der Fonds lege die ihm anvertrauten Gelder vornehmlich in fest- oder variabel verzinsliche Schuldtitel und Anleihen von staatlichen oder halbstaatlichen Emittenten oder Unternehmen in den Mitgliedsländern des Golf-Kooperationsrats an. Das Anlageziel sei die langfristige Maximierung der Gesamtanlagerendite durch eine Kombination aus Zinserträgen, Kapitalwertsteigerung und Währungsgewinnen, ohne die Risiken außer Acht zu lassen. Dass dem Fondsmanagement dies in den letzten Jahren gelungen sei, zeige der jüngst erhaltene Preis: Der Franklin GCC Bond Fund sei mit dem Mountain View Fund Award 2019 in der Kategorie Rentenfonds Global mit dem ersten Platz ausgezeichnet worden. Der Fondsdatenspezialist Mountain-View Data habe aus 40.000 Investmentfonds die 20 besten unterschiedlicher Kategorien ausgezeichnet, die das beste Risiko-Rendite-Profil der letzten fünf Jahre hätten aufweisen können.

Mit Blick auf die Zukunft stünden die GCC-Staaten an einem Wendepunkt, der aufgrund des steilen Verfalls der Ölpreise seit 2014 schneller erreicht worden sei. Die Regierungen hätten erkannt, dass ihre Volkswirtschaften aufgrund ihrer jungen, rasch wachsenden Bevölkerung sowie der über Jahre aufgebauten Ineffizienzen einer aufgeblasenen Bürokratie und dominierender öffentlicher Sektoren auf lange Sicht nicht nachhaltig seien. Diese Erkenntnis sei der Grund für steigende Investitionen, um die Wirtschaft der GCC-Staaten weg vom Öl und hin zu Dienstleistungssektoren zu verlagern, die schneller wachsen würden und für langfristiges Wachstum besser positioniert seien. Hierzu würden beispielsweise Technologie, Gesundheit und Tourismus zählen.

Investitionen zur Ankurbelung des Wachstums in anderen Branchen als dem Ölsektor und die teilweise Beibehaltung langjähriger Steuergeschenke in Form von Subventionen und sonstigen Leistungen hätten jedoch ihren Preis gefordert, sodass sich die GCC-Staaten nun wachsenden Defiziten ausgesetzt sähen. Diese Defizite, die nach Auffassung der Experten von Franklin Templeton auf mittlere Sicht bestehen bleiben dürften, könnten entweder durch die Auflösung der in den vergangenen Jahrzehnten aufgebauten, umfangreichen Reserven oder durch die Emission von Schuldtiteln finanziert werden. Zwar würden die staatlichen Defizitausgaben künftig aller Wahrscheinlichkeit nach über einen Mix aus beiden Ansätzen finanziert werden, doch nach Einschätzung der Experten könnten die GCC-Staaten vermehrt Schuldtitel ausgeben und diesen Bereich für viele Anleiheanleger zu einem immer wichtigeren Teil des globalen Festzins-Universums machen.

Die Verbesserungen der Fiskaldaten in Saudi-Arabien und Oman seien ein ermutigendes Zeichen, auch wenn eine Verschlechterung im Laufe des Jahres nicht auszuschließen sei. Insbesondere im Hinblick auf das technische Umfeld für die Emission von Anleihen könnten sich die Entwicklungen als hilfreich erweisen, da in beiden Ländern bis Ende des Jahres nur noch ein begrenztes Angebot zu erwarten sei.

Ebenfalls positiv seien die jüngst erfolgten Aufnahmen in Benchmark-Indices für Schwellenländer. Diese Entwicklung sei von erheblicher Bedeutung, da die Indices von internationalen Anlegern genau verfolgt würden. Die Aufnahme dürfte die GCC-Länder im Verkauf ihrer Anleihen unterstützen und könnte ihnen möglicherweise auch eine Reduzierung ihrer Fremdkapitalkosten bescheren. Mittel- bis langfristig dürfte dies auch zu einer erhöhten Nachfrage internationaler und lokaler Käufer führen.

Zusätzlich dürfte aufgrund des Comebacks der lockeren Geldpolitik seitens der FED und der EZB das Zinsniveau in den Industrieländern weiter niedrig bleiben, was zu einer erhöhten Nachfrage nach attraktiv verzinsten Wertpapieren, wie beispielsweise den GCC-Anleihen, führen sollte.

Anleger, die im aktuellen Niedrigzinsumfeld festverzinsliche Wertpapiere mit einer, im Vergleich zu den Industrieländern, attraktiven Rendite suchen würden, fänden in dem von Mountain-View ausgezeichneten Franklin GCC Bond Fund eine interessante Depotbeimischung. (Ausgabe 93 vom Oktober 2019) (09.10.2019/fc/a/f)






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