Ex-Flossbach-Duo knackt 200-Millionen-Euro-Marke - Fondsnews


13.01.21 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Gut vier Jahre ist es her, dass sich Fabian Leuchtner und Dimitri Widmann mit ihrer Investmentboutique Aguja Capital selbstständig machten, so die Experten von "FONDS professionell".

Mittlerweile verwalte ihr Mischfonds Squad Aguja Opportunities gut 205 Millionen Euro.

Leuchtner und Widmann, mittlerweile Mitte 30, hätten sich während ihres Studiums des Wirtschaftsingenieurwesens kennen gelernt, später hätten beide beim Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch gearbeitet. Leuchtner habe zusammen mit einem Kollegen zwei Rentenfonds gemanagt, Widmann habe als Aktienanalyst für den Flaggschifffonds FvS Multiple Opportunities gearbeitet.

Nun eifere das Duo offensichtlich dem milliardenschweren Portfolio ihres früheren Arbeitgebers nach: Im vergangenen Jahr habe ihr Fonds 34,8 Prozent an Wert zugelegt - und damit den Durchschnitt der Morningstar-Kategorie "Mischfonds EUR flexibel - Global" um satte 32,6 Prozentpunkte hinter sich gelassen. Auch seit Auflage gehöre das Produkt zu den performancestärksten seiner Kategorie.

"Als wir im Dezember 2016 gestartet sind, hätten wir uns nicht erträumt, dass der Fonds etwas mehr als vier Jahre später bereits bei 200 Millionen Euro verwaltetem Vermögen steht", sage Leuchtner. "Für das große Vertrauen der Investoren können wir uns nur bedanken."

Bislang habe das Ex-Flossbach-Duo sein Versprechen einlösen können, eine solide Wertentwicklung bei verhältnismäßig niedriger Volatilität zu erzielen. "Wir suchen verschiedene Werttreiber, die möglichst wenig miteinander korrelieren und zum Teil auch eine geringe Marktabhängigkeit aufweisen", sage Widmann. "So konzentrieren wir uns nicht auf einen Anlagestil oder bestimmte Sektoren, sondern wollen das Risiko möglichst breit streuen."

Bei der Titelauswahl würden sie sich auch bei Nebenwerten umsehen - eine Möglichkeit, die den Flaggschifffonds der Kategorie wegen ihrer Größe nicht mehr offenstehe. "Bei den Unternehmen aus der zweiten Reihe finden wir trotz der Kursrally der vergangenen Monate noch immer Titel mit sehr attraktiven Bewertungen, was uns generell für die nächsten Monate zuversichtlich stimmt", so Widmann. Dennoch fahre das Duo nicht volles Risiko, sondern sichere einen Teil des Aktienengagements über Optionen und Futures auf den EURO STOXX 50 und den S&P 500 ab.

Unter dem Strich habe die Aktienquote im Fonds in den letzten Monaten bei 50 bis 55 Prozent gelegen. Zum Einsatz würden auch "Aktien mit Anleihecharakter" kommen, wie Leuchtner und Widmann sagen würden. Darunter verstünden sie zum Beispiel Unternehmen mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen, im Squeeze-Out oder in einer Übernahmesituation. Zudem würden die beiden auf ausgewählte Rentenpapiere, aktuell vor allem auf Wandel- und Hybridanleihen setzen. (13.01.2021/fc/n/s)






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