Ethna-DYNAMISCH: 12/2018-Bericht, gewaltige Verkaufswelle - Fondsanalyse


11.01.19 09:30
ETHENEA

Munsbach (www.fondscheck.de) - Wir blicken auf ein turbulentes Börsenjahr zurück, welches insbesondere im Dezember nochmals starke Bewegungen aufwies, so die Experten von ETHENEA im Kommentar zum Ethna-DYNAMISCH.

Für das Aktienjahr 2018 werde neben den allgemeinen Kursrückgängen sicherlich die Zweiteilung der Märkte in Erinnerung bleiben. Während sich die USA dem Abwärtstrend lange hätten entziehen können, hätten sich die Aktienmärkte in Asien und Europa seit Februar in deutlich schwierigerem Fahrwasser befunden. Bis zu den ersten Dezembertagen habe noch eine berechtigte Hoffnung auf ein positives Börsenjahr in den USA bestanden. Zu diesem Zeitpunkt hätten die europäischen und asiatischen Indices bereits hoffnungslos im Minus gelegen.

Mitte Dezember habe sich das Bild schlagartig geändert und die Märkte seien von einer gewaltigen Verkaufswelle erfasst worden. Anders als in den Vormonaten seien vor allem die US-Börsen unter Druck geraten und der Schuldige sei schnell ausfindig gemacht worden: Die amerikanische Notenbank. Obwohl die Zinserhöhung im Dezember eingepreist gewesen sei, hätten die Marktteilnehmer auf ein klares Signal hinsichtlich einer zukünftigen Lockerung der Geldpolitik gehofft. Die Tonalität der FED-Verantwortlichen habe ein moderateres Vorgehen signalisiert, aber dennoch klargemacht, dass die US-Wirtschaft kraftvoll wachse. Weitere Zinsschritte seien damit nicht ausgeschlossen, was der Markt mit starken Verlusten in den Tagen vor Weihnachten quittiert habe. Aus der erhofften Jahresendrally sei kurzerhand ein Jahresschlussverkauf geworden. Mit dem schwachen Dezember hätten sich nun auch die meisten US-Indices in einem Bärenmarkt befunden, da die Verluste seit dem Allzeithoch die 20%-Marke überschritten hätten.

Wie sich der Ethna-DYNAMISCH in diesem Umfeld entwickelt habe, möchten die Experten von ETHENEA gerne näher erläutern:

Die Aktienquote des Fonds habe ähnlich große Sprünge wie die zugrunde liegenden Indices gemacht. Aufgrund der sich weiterhin eintrübenden Konjunktur hätten die Experten von ETHENEA weitere Verkäufe in konjunkturabhängigen Aktien getätigt. Schon Anfang Dezember seien die Aktien von UPM Kymmene, Renault und freenet komplett verkauft worden. Wegen der aufkommenden Spannungen am Markt seien die Erlöse nicht reinvestiert und stattdessen die Kassenposition ausgebaut worden. Zusätzlich zu den aktiven Verkäufen aus dem Portfolio sei eine Sicherung mittels DAX-Futures in der Größenordnung von 5% eingezogen worden. Durch die genannten Maßnahmen und die teilweise stark gestiegenen Optionspreise sei die Aktienquote auf zeitweise nur noch 30% gesunken. Die Sicherung im DAX sei vor den Weihnachtsfeiertagen mit gutem Gewinn wieder aufgelöst worden. Die stark im Preis gestiegenen Put-Optionen seien ebenfalls teilweise veräußert worden. Durch den zeitweisen Abbau der Sicherungen habe sich die Aktienquote zum Ende des Monats wieder auf nahe 40% erhöht.

Unser vorsichtiges Agieren auf der Rentenseite zahlte sich im Dezember aus, so die Experten von ETHENEA. Viele der im Jahresverlauf veräußerten Titel hätten in den letzten Tagen des Jahres starke Verluste verzeichnet, vor allem jene im Hochzinsbereich. Die Risikoaufschläge für europäische Hochzinsanleihen hätten sich den Höchstständen von 2015/16 angenähert. Die Experten sähen hier ein sich deutlich verbesserndes Chance/Risiko-Verhältnis und würden die Entwicklung weiterhin beobachten. Sollten sich Chancen ergeben, würden sie sie dank ihrer hohen Kassenposition nutzen können.

Positiv hat sich auch unsere Position in langlaufenden US-Staatsanleihen entwickelt, so die Experten von ETHENEA. Ausgelöst von den Unsicherheiten am Aktienmarkt seien die Renditen in den USA deutlich gesunken, was die Kurse entsprechend habe ansteigen lassen. Die Rendite der 30-jährigen Laufzeit sei vom Hoch im November bei 3,45% auf nahe 3% im Dezember gesunken. Die ursprünglich ca. 10% große Position in US-Staatsanleihen sei im Dezember auf knapp unter 6% reduziert worden.

Der Goldpreis habe von den weltweiten Unsicherheiten profitiert und gegen den Markttrend zulegen können. Längerfristig betrachtet befinde sich Gold immer noch in einem eher ungesunden Trend; die Experten von ETHENEA würden keinen kurzfristigen Ausbau der Position beabsichtigen. Mit ca. 2% des Portfolios habe die Goldposition einen leicht positiven Einfluss auf das Portfolio gehabt.

Die Ausgangslage für 2019 sei äußerst diffizil. Aus der anfänglichen Korrektur sei ein Bärenmarkt geworden, der in Europa und Asien teilweise Verluste von 30% und mehr verursacht habe. Die Verluste in den USA würden sich bei ca. 20% bewegen. Ähnlich wie in 2011 oder 2015/16 benötige ein Bärenmarkt einige Monate, um einen Boden zu bilden. Das nervöse Sentiment verschwinde nicht über Nacht und werde mit großer Sicherheit im ersten Quartal 2019 erhalten bleiben. Allerdings biete der Kurssturz zunehmend attraktive Einstiegsmöglichkeiten in gute Qualitätstitel.

Die Experten von ETHENEA hätten in ihren Monatsberichten zu Beginn des Jahres mehrfach darauf hingewiesen, dass die Bewertungen vor allem bei Wachstumsaktien (zu) hoch seien. Mit dem Ausverkauf an den Weltbörsen hätten sich die Bewertungen in den USA normalisiert und würden sich aktuell leicht unter dem historischen Durchschnitt bewegen. In Europa und Asien lägen die Bewertungen mittlerweile recht deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Grundsätzlich stelle dies eine vielversprechende Ausgangslage für einen erfolgreichen Börsenjahrgang 2019 dar.

Die Gretchenfrage für das neue Jahr werde die wirtschaftliche Entwicklung sein. Angesichts der Aussagen der amerikanischen Notenbank im Dezember befänden sich die USA in einem anhaltenden Wachstumszyklus, was keine kurzfristige signifikante Schwäche erwarten lasse. In China dürften bald, ähnlich wie in 2015/16, die ersten Konjunkturpakete verabschiedet werden, was den Markt in Fernost unterstützen sollte. Angesichts dieser Rahmendaten würden die Experten von ETHENEA im Ethna-DYNAMISCH auf Sicht fahren und die Risikoquoten entsprechend steuern. Mittelfristig sei ein weiterhin signifikanter Aktienanteil im Portfolio vorgesehen. (Ausgabe 1 vom Januar 2019) (11.01.2019/fc/a/f)






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