Edelmetalle: Höherer Risikoappetit der Marktteilnehmer hält Goldpreis in Schach


13.09.17 15:23
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gold wird durch den höheren Risikoappetit der Marktteilnehmer weiter in Schach gehalten und handelt bei rund 1.330 USD je Feinunze, so die Analysten der Commerzbank.

In den USA habe gestern der Aktienindex S&P 500 ein neues Rekordhoch erklommen. Daneben seien in den letzten drei Handelstagen die Renditen von US-Staatsanleihen deutlich gestiegen, was Gold als Anlagealternative theoretisch unattraktiver mache, da Gold keine Zinsen abwerfe.

Die ETF-Investoren würden sich Gold gegenüber aber weiterhin loyal zeigen und hätten die niedrigeren Preise sogar zu Käufen genutzt: Gestern hätten die Gold-ETFs Zuflüsse von 4,4 Tonnen verzeichnet. Dagegen gebe es bei den Silber-ETFs schon seit Tagen große Abflüsse. Seit Monatsbeginn würden sich diese mittlerweile auf 382 Tonnen summieren, fast so viel wie im gesamten letzten Monat. Dafür halte sich der Silberpreis relativ gut; er notiere heute Morgen bei 17,9 USD je Feinunze und bewege sich weitgehend im Einklang mit Gold.

Platin dagegen zeige gegenüber Gold derzeit relative Schwäche: Die Preisdifferenz zu Gold habe sich auf 345 USD je Feinunze ausgeweitet. Dies sei der größte Abschlag von Platin zu Gold seit Mitte letzten Jahres. Da Platin überwiegend in der Industrie verwendet werde, werde es offenbar durch die fallenden Industriemetallpreise belastet. Die ETF-Abflüsse hätten sich hier in den letzten Tagen in Grenzen gehalten und die spekulativen Finanzinvestoren hätten bis zuletzt noch stark auf steigende Platinpreise gesetzt. (13.09.2017/fc/a/m)