Echiquier Artificial Intelligence Fonds: Künstliche Intelligenz löst eine Revolution in der Gesundheitsversorgung aus


03.12.19 10:30
La Financière de l´Echiquier

Paris (www.fondscheck.de) - In rund 40 Jahren könnte es so weit sein: Ab etwa 2060 soll das Programm "Endless" ermöglichen, die menschliche "Seele" - die persönlichen Daten einer Person - in einen künstlichen Empfängerkörper zu transplantieren, so Rolando Grandi, Fondsmanager Echiquier Artificial Intelligence bei La Financière de l'Echiquier.

So würden die kühnen Pläne der französischen Vorstandsvorsitzenden des digitalen Startups Transparence im gleichnamigen Buch des französischen Schriftstellers Marc Dugain lauten. Möge diese brillant erdachte Zukunftsvision noch in weiter Ferne liegen, schon jetzt entstünden in der Medizin durch Künstliche Intelligenz (KI) ganz neue Behandlungsmethoden, die die Gesundheitsversorgung revolutionieren würden. Angesichts der weltweiten Zunahme der Gesundheitskosten, die bis zum Jahr 2022 auf 10.000 Milliarden US-Dollar steigen dürften, seien digitale Anwendungen in der Medizin überall auf der Welt auf dem Vormarsch. Künstliche Intelligenz gelte als die Hoffnung unserer Zeit - vor allem in der Medizin.

Denn hier könne die KI ihr Potenzial in verschiedenen Bereichen entfalten: In der Biotechnologie, der Epidemiologie, bei e-Therapien, beim Einsatz von Chirurgie-Robotern und intelligenten Prothesen, in der pharmakologischen Überwachung und vielem mehr. An allen medizinischen Fronten würden Fortschritte und Durchbrüche erzielt. KI revolutioniere die Effizienz in der medizinischen Forschung und senke dabei die Kosten. So habe das US-Medtech-Unternehmen Illumina bisher jährlich eine Million US-Dollar für die DNA-Sequenzierung aufwenden müssen. Im Jahr 2019 seien es nur noch ganze 1.000 US-Dollar gewesen. Und in den nächsten zehn Jahren dürften diese Kosten auf 100 US-Dollar sinken. Die Generierung flächendeckender und strukturierter Datenmengen ermögliche die KI-basierte Entwicklung von Medikamenten und personalisierten Therapien für jeden Patienten.

Die 2019 erfolgte Gründung des europäischen KI-Startup-Inkubators AI Factory for Health durch Microsoft und den britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca sei äußerst vielversprechend. Betreut würden vor allem Start-ups, die sich auf Onkologie spezialisiert hätten, wie beispielsweise Owkin. Dieses von einem Mathematiker und einem Onkologen gegründete, auf "Machine Learning" für medizinische Anwendungen spezialisierte Start-up mit Sitz in Paris und New York verwende KI und Big Data, um die Forschung für Krebstherapien zu beschleunigen und gleichzeitig die Vertraulichkeit der Patientendaten zu gewährleisten. Ein revolutionärer Ansatz für KI, der bereits Früchte trage: Owkin habe im Oktober eine bahnbrechende Entdeckung im Bereich der Tumorbiologie gemacht.

In China mit seinen zwölf Millionen medizinischen Fachkräften für 1,4 Milliarden Einwohner würden virtuelle Assistenten den Zugang zur medizinischen Versorgung revolutionieren. Gesundheitsplattformen wie WeChat von Tencent oder Good Doctor von Ping An Healthcare & Technology - die ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2019 verdoppelt hätten - seien stark auf dem Vormarsch. Obwohl Europa den Sprung noch nicht gewagt habe: An Gesundheits-Apps fehle es auch hier nicht. Qare (Frankreich) ermögliche zum Beispiel den Zugang zu einer von der Krankenkasse erstatteten Online-Sprechstunde auf dem Smartphone. Könnte das eine Lösung für die medizinische Versorgungswüste sein?

Weitere KI-basierte Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten biete die Robotik, deren Marktvolumen sich 2019 weltweit auf 6,5 Milliarden US-Dollar belaufen habe. Dank der Erfolge der Robotikforschung seien Medizinroboter wahrnehmungs- und entscheidungsfähig, würden präzise Handlungen ausführen und seien daher aus dem Gesundheitssektor nicht mehr wegzudenken: Pflegeroboter würden ältere und hilfsbedürftige Heimbewohner zu kognitiven Übungen animieren, intelligente Prothesen würden den menschlichen Körper reparieren oder optimieren, Medizinroboter würden die Fertigkeiten von Chirurgen verbessern. Ein Beispiel sei das Da Vinci-Chirurgiesystem von Intuitive Surgical, das weltweit bereits fünf Millionen Operationen durchgeführt habe. Zudem habe ein 5G-gesteuerter Roboterarm in diesem Jahr für einen chinesischen Chirurgen die erste Gehirnoperation ausgeführt - in 3.000 Kilometern Entfernung. Eine Premiere.

Die Anwendungsbereiche für KI seien sehr vielfältig und der Markt boomt. Schätzungen zufolge werde die Bruttowertschöpfung des Gesundheitssektors in den Industrieländern 2035 ganze 2.260 Milliarden US-Dollar betragen und nach Berücksichtigung des KI-Beitrags sogar 2.721 Milliarden US-Dollar. Das sei mehr als das BIP Frankreichs. (03.12.2019/fc/a/f)






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