EZB-Leitzins unverändert bei 1,00%
02.09.10 16:48
Nord LB
Hannover (aktiencheck.de AG) - Im Rahmen ihrer heutigen Ratssitzung hat die EZB den Leitzins für die Eurozone unverändert bei 1,00% belassen, berichten die Analysten der Nord LB.
Ratspräsident Trichet habe dieses Zinsniveau erneut als "angemessen" bezeichnet. Außerdem habe er darauf hingewiesen, dass die Zinsentscheidung einstimmig getroffen worden sei. Auch in den kommenden Monaten dürfte damit nicht an der Zinsschraube gedreht werden. Die Analysten würden weiterhin davon ausgehen, dass die EZB erst gegen Ende des kommenden Jahres auf einen Zinserhöhungskurs einschwenke.
Darüber hinaus habe der EZB-Chef Details zum weiteren Vorgehen mit Blick auf die Liquiditätsversorgung bekannt gegeben. Demnach werde die Notenbank bei ihren wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäften solange wie nötig - mindestens aber bis Januar 2011 - die Vollzuteilung zum festen Zinssatz beibehalten. Die dreimonatigen Refinanzierungsgeschäfte im Oktober, November und Dezember würden ebenfalls voll zugeteilt. Der Zins für diese Operationen ergebe sich aus dem durchschnittlichen Zins der Wochentender während der jeweiligen Laufzeit. Trichet habe diese Entscheidung jedoch als rein technisch bezeichnet; Signale für die künftige Geldpolitik seien damit nicht verbunden.
Um die Geldmärkte nicht übermäßig zu strapazieren, werde auch das Auslaufen der Langfristoperationen (6- und 12-Monats-Tender) von Feintuninginstrumenten begleitet sein. Dieses Vorgehen habe die EZB bereits beim Auslaufen des ersten Jahrestenders Anfang Juli angewendet.
Im Rahmen der Pressenkonferenz habe die EZB auch ihre aktuellen Inflations- und Wachstumsprojektionen bekannt gegeben. Demnach würden die Notenbanker für 2010 mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 1,4% und 1,8% rechnen. Für das kommende Jahr würden sie von einem Wachstum zwischen 0,5% und 2,3% ausgehen. Unkritisch sei ihrer Ansicht nach die derzeitige Preisentwicklung. Für das laufende Jahr sei mit einer Inflationsrate zwischen 1,5% und 1,7% zu rechnen. Im laufenden Jahr dürfte die Teuerung dann zwischen 1,2% und 2,2% liegen. Aufwärtsgerichtete Risiken für das Preisniveau sehe die Notenbank vor allem im Bereich der Rohstoffpreise.
Erwartungsgemäß habe die EZB den Leitzins für die Eurozone nicht verändert. Den aktuellen Tendersatz von 1,00% habe EZB-Chef Trichet erneut als "angemessen" bezeichnet. Darüber hinaus habe die Notenbank bekannt gegeben, dass sie auch im weiteren Verlauf des Jahres an ihrem Kurs der Vollzuteilung festhalten werde. Die Exit-Strategie dürfte - wie von Bundesbankpräsident Weber bereits angekündigt - in der Tat erst im kommenden Jahr auf die Tagesordnung rücken. Die EZB schöpfe damit ihre Möglichkeiten so weit wie möglich aus. Dass sie die Liquiditätsschleusen auch über den Jahreswechsel so weit offen hält, könnte ein Indiz dafür sein, dass die (Geld-)Marktnormalisierung - zumindest für einige Marktteilnehmer - doch nicht ganz so reibungslos verläuft, wie uns der ranghöchste Notenbanker der EZB heute vermitteln wollte, so die Analysten der Nord LB. (02.09.2010/ac/a/m)
Ratspräsident Trichet habe dieses Zinsniveau erneut als "angemessen" bezeichnet. Außerdem habe er darauf hingewiesen, dass die Zinsentscheidung einstimmig getroffen worden sei. Auch in den kommenden Monaten dürfte damit nicht an der Zinsschraube gedreht werden. Die Analysten würden weiterhin davon ausgehen, dass die EZB erst gegen Ende des kommenden Jahres auf einen Zinserhöhungskurs einschwenke.
Um die Geldmärkte nicht übermäßig zu strapazieren, werde auch das Auslaufen der Langfristoperationen (6- und 12-Monats-Tender) von Feintuninginstrumenten begleitet sein. Dieses Vorgehen habe die EZB bereits beim Auslaufen des ersten Jahrestenders Anfang Juli angewendet.
Im Rahmen der Pressenkonferenz habe die EZB auch ihre aktuellen Inflations- und Wachstumsprojektionen bekannt gegeben. Demnach würden die Notenbanker für 2010 mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 1,4% und 1,8% rechnen. Für das kommende Jahr würden sie von einem Wachstum zwischen 0,5% und 2,3% ausgehen. Unkritisch sei ihrer Ansicht nach die derzeitige Preisentwicklung. Für das laufende Jahr sei mit einer Inflationsrate zwischen 1,5% und 1,7% zu rechnen. Im laufenden Jahr dürfte die Teuerung dann zwischen 1,2% und 2,2% liegen. Aufwärtsgerichtete Risiken für das Preisniveau sehe die Notenbank vor allem im Bereich der Rohstoffpreise.
Erwartungsgemäß habe die EZB den Leitzins für die Eurozone nicht verändert. Den aktuellen Tendersatz von 1,00% habe EZB-Chef Trichet erneut als "angemessen" bezeichnet. Darüber hinaus habe die Notenbank bekannt gegeben, dass sie auch im weiteren Verlauf des Jahres an ihrem Kurs der Vollzuteilung festhalten werde. Die Exit-Strategie dürfte - wie von Bundesbankpräsident Weber bereits angekündigt - in der Tat erst im kommenden Jahr auf die Tagesordnung rücken. Die EZB schöpfe damit ihre Möglichkeiten so weit wie möglich aus. Dass sie die Liquiditätsschleusen auch über den Jahreswechsel so weit offen hält, könnte ein Indiz dafür sein, dass die (Geld-)Marktnormalisierung - zumindest für einige Marktteilnehmer - doch nicht ganz so reibungslos verläuft, wie uns der ranghöchste Notenbanker der EZB heute vermitteln wollte, so die Analysten der Nord LB. (02.09.2010/ac/a/m)
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