ETF-Handel: "Sehr hohe Umsätze in Goldminen-ETFs"


14.08.19 10:31
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Dank anhaltender Nervosität an den Kapitalmärkten melden ETF-Händler außergewöhnlich hohe Umsätze, Christian Dürr von der Commerzbank zum Beispiel 76.000 Transaktionen für die Vorwoche, so die Deutsche Börse AG.

"Das dürfte nahe am Jahreshoch sein." Trotz Einbruch an den Börsen berichte der Händler von Zu- und Abflüssen. Cornelia Schübel von der UniCredit Group melde hingegen einen klaren Verkaufsüberhang.

Auffällig hoch sei derzeit das Handelsaufkommen mit Goldminen-ETFs. Hintergrund sei der zuletzt stark gestiegene Goldpreis: Die Notierung sei über 1.500 US-Dollar je Feinunze geklettert - ein Sechsjahreshoch. "Wir sehen sehr hohe Umsätze", berichte Dürr. Bezugsindex sei meist der NYSE Arca Gold BUGS Index. Der bilde internationale Goldproduzenten ab, etwa Newmont Mining, Barrick Gold und Gold Corp. Seit Ende Mai sei der Index um 44 Prozent gestiegen.

Kunden der UniCredit interessierten sich für den Comstage NYSE Arca Gold BUGS, aber auch den iShares Gold Producers. Der komme für die vergangenen Monate auf eine ähnlich gute Entwicklung. Gesucht seien ebenfalls Branchen-ETFs, die sich auf den gesamten Bergbausektor beziehen würden, wie Dürr feststelle, also Grundstoff-ETFs.

Goldminen-ETFs seien an die Aktienkurse von Goldproduzenten gekoppelt, nicht direkt an den Goldpreis. Wer direkt auf den Goldpreis setzen wolle, könne dies mit ETCs tun: Diese würden die Preisentwicklung einzelner Rohstoffe direkt wiedergeben, im Fall von Gold seien das etwa Xetra-Gold oder der Physical Gold-ETCs von Xtrackers.

Im Handel mit den üblichen umsatzstarken Aktien-ETFs sei eine klare Richtung nicht erkennbar. Dürr berichte von einen Kaufüberhang bei S&P 500-ETFs (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN IE00B6YX5C33 / WKN A1JULM), Zu- und Abflüssen bei DAX-Trackern (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01) und Abflüssen aus MSCI World-Indexfonds. In Erwartung weiter fallender Kurse hierzulande setzten viele Anleger zudem auf Short DAX-Produkte, so die Deutsche Börse AG.

Schübel melde hingegen umfangreiche Abgaben von S&P 500-ETFs, Abgaben von MSCI Europe- (ISIN LU0401896880 / WKN A0RDGC) und MSCI Japan-ETFs (ISIN IE00B02KXH56 / WKN A0DK60, ISIN LU0274209740 / WKN DBX1MJ) sowie Zukäufe bei MSCI World-Indexfonds, während bei STOXX Europe 600-ETFs beide Richtungen gespielt würden.

"Beliebt sind außerdem Minimum Volatility-ETFs wie der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility", erkläre Schübel. Der setze auf Unternehmen aus Industrieländern, die insgesamt niedrigere Volatilitätsmerkmale aufweisen würden als die breiten Aktienmärkte. In diesem Jahr komme er immerhin auf ein Plus von 19,3 Prozent, in den vergangenen drei Jahren seien es durchschnittlich 8,1 Prozent im Jahr gewesen.

Die Kurse europäischer und US-amerikanischer Staatsanleihen seien aufgrund des Schwenks in der Notenbankpolitik hin zu einer erneuten Lockerung in den vergangenen Wochen stark gestiegen, die Renditen würden fallen und fallen. "Wir sehen im Fixed Income-Bereich überwiegend Abgaben", berichte Schübel.

Anleger trennten sich zum Beispiel von kurzlaufenden europäischen Staatsanleihen, europäischen Staatsanleihen mit niedriger Bonität (ISIN LU1681046774 / WKN A2H58E), US-Treasuries, europäischen Unternehmensanleihen (ISIN IE00B3F81R35 / WKN A0RGEP) und Emerging Markets-Bonds in lokalen Währungen (ISIN IE00B4613386 / WKN A1JJTV). Kunden der Commerzbank verkauften ebenfalls Unternehmensanleihen, würden allerdings im großen Stil auf europäische Staatsanleihen setzen. (Ausgabe vom 13.08.2019) (14.08.2019/fc/a/e)





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