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Diese Fondshäuser haben das Corona-Halbjahr am besten gemeistert - Fondsnews


06.08.20 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie aus der aktuellen Fassung des "European Fund Industry Review" von Refinitiv Lipper hervorgeht, war J.P. Morgan Asset Management im ersten Halbjahr 2020 Europas absatzstärkster Fondsanbieter, so die Experten von "FONDS professionell".

Demnach habe der US-Asset-Manager in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 52,7 Milliarden Euro mit Publikumsfonds und ETFs eingeworben und damit vor BlackRock (36,4 Mrd. Euro) und Goldman Sachs Asset Management (21,2 Milliarden Euro) gelegen. Auf den weiteren Plätzen würden Vanguard, AXA, DWS, ING, UBS, Morgan Stanley und Pictet folgen. Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch könne einen Achtungserfolg verbuchen: Er lande im ersten Halbjahr auf Rang 14 der absatzstärksten Asset Manager Europas.

Der Vertriebserfolg von J.P. Morgan Asset Management sorge auch dafür, dass das Haus im Ranking der größten Fondsanbieter in Europa an Amundi vorbeiziehe: Die Vermögensverwaltungssparte der US-Bank habe zum Stichtag Ende Juni mit 391 Milliarden Euro in Publikumsfonds und ETFs knapp zehn Milliarden Euro vor dem Wettbewerber aus Paris gelegen. Einsame Spitze bleibe allerdings BlackRock: Der weltgrößte Vermögensverwalter betreue Refinitiv Lipper zufolge aktuell knapp 946 Milliarden Euro in europäischen Publikums- und börsengehandelten Indexfonds.

Insgesamt blicke die Branche auf ein erstaunlich erfolgreiches erstes Halbjahr zurück: Trotz Corona hätten die Fondsanbieter unter dem Strich rund 123 Milliarden Euro eingesammelt. Ein genauerer Blick auf die Zahlen sorge allerdings für ein eher ernüchterndes Bild, denn die Anleger hätten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres allein 152,5 Milliarden Euro in Geldmarktprodukte gepumpt - ein in unsicheren Zeiten bekanntes Investorenverhalten. Aus anderen Fonds hätten die Kunden netto also viel Geld abgezogen. So seien allein aus Fonds der Lipper-Kategorie "Aktien USA" 18,6 Milliarden Euro abgeflossen.

Die Refinitiv-Lipper-Analysten hätten auch einen Blick auf die Zahl der angebotenen Produkte geworfen. Demnach hätten die Anbieter im ersten Halbjahr europaweit 521 Fonds liquidiert, weitere 390 seien verschmolzen worden. Dem gegenüber stünden 942 Neuauflagen. Unter dem Strich sei die Zahl der in Europa angebotenen Fonds damit um 21 gestiegen. (06.08.2020/fc/n/s)