Deutsche Invest I Multi Asset Income-Fonds: Regelmäßige Erträge gesucht - Fondsanalyse


16.05.18 12:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Niedrigzinsumfeld macht es Anlegern fast unmöglich, mit traditionellen Instrumenten wie Sparbüchern oder Festgeld nachhaltig regelmäßige Erträge zu erwirtschaften, die über der Inflationsrate liegen oder die zumindest einen Ausgleich für die jährliche Preissteigerung bieten, so die Experten von DWS.

Daran werde sich zumindest in der Eurozone wohl erst einmal nichts ändern. Deutliche Zinserhöhungen, so wie in den USA, würden sich derzeit nicht andeuten. So liege der erwartete Realzins (Zins abzüglich Inflation) für eine Bundesanleihe mit zehnjähriger Restlaufzeit laut Bundesbank aktuell beispielsweise bei -1,23 Prozent.

Für Anleger könne es deshalb sinnvoll sein, nach neuen Investmentstrategien Ausschau zu halten. Ein vielversprechender Ansatz seien moderne Multi-Asset-Fonds, also Fonds, die in die unterschiedlichsten Anlageklassen - Aktien, Zinsanlagen, Rohstoffe, etc. investieren könnten. Besonders in unruhigen Zeiten mit kräftiger schwankenden Aktienkursen bei gleichzeitig niedrigen Zinsen könnten solche Strategien einige Vorteile bieten.

Für Anleger, die regelmäßige Erträge erwirtschaften möchten, könnten sogenannte Multi-Asset-Income-Fonds eine sinnvolle Option bieten, also Mischfonds, die Anlegern eine regelmäßige Ausschüttung, einen regelmäßigen Geldzufluss (englisch: income) zukommen lassen wollten.

Doch was genau sei mit Income eigentlich gemeint? Im Gegensatz zu thesaurierenden Multi-Asset-Fonds würden bei Fonds dieser Variante regelmäßig sogenannte ordentliche Erträge zum Beispiel aus Zinsen und Dividenden an die Anleger ausgeschüttet. Daneben könnten die Ausschüttungen auch außerordentliche Erträge beinhalten, zum Beispiel aus dem Verkauf von Wertpapieren.

Die Ausschüttungen würden bei den meisten Fonds einmal jährlich stattfinden. Über die Erträge könnten Anleger frei verfügen und mit ihnen zum Beispiel die Rente oder das Gehalt aufbessern, ohne Fondsanteile verkaufen zu müssen.

Kurzfristige Schwankungen an den Märkten seien bei der ausschüttenden Variante der Multi-Asset-Fonds eher tolerabel, da die regelmäßigen Erträge in der Regel einen gewichtigen Teil zum Anlageerfolg beisteuern würden.

Bei der langfristigen Kapitalanlage würden bei ausschüttenden Fonds zwar diese Beträge für eine Wiederanlage fehlen. Der Rendite-Katalysator des Zinseszinseffektes falle somit weg. Dennoch würden Income-Fonds meist eine deutlich höhere Rendite als der Geldmarktsatz bieten, der laut Bundesbank aktuell bei -0,36 Prozent liege. So bestehe die Chance, das Ersparte vor dem schleichenden Wertverlust durch die Inflation zu schützen.

Ein Multi-Asset-Fonds, der sich, wie der Name es schon ausdrücke, dem Income-Ansatz verschrieben habe, sei der Deutsche Invest I Multi Asset Income. Das Fondsmanagement um Heiko Mayer investiere das Kapital der Anleger primär in Anleihen mit hoher laufender Verzinsung sowie in dividendenstarke Aktien. Alternative Anlageklassen wie Wandelanleihen und Immobilienaktien würden das Anlagespektrum abrunden. Die Fondsstrategie solle Anlegern dabei trotz der unausweichlichen Marktschwankungen jedes Jahr eine Ausschüttung oberhalb des Geldmarktsatzes bieten.

Der Fonds unterliege höheren Kursrisiken im Aktien-, Währungs- und Zinsbereich sowie Bonitätsrisiken. Für Anleger bedeute das, dass Kapitalverluste jederzeit möglich seien und verkraftbar sein sollten. (Ausgabe vom 11.05.2018) (16.05.2018/fc/a/f)





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