Deutsche Invest I Euro Corporate Bonds-Fonds: Wie Anleger den richtigen Zins-Mix finden - Fondsanalyse


17.07.17 13:02
DWS Investments

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die sich anbahnende Zinswende stellt klassische Anleihenanleger vor große Herausforderungen. In einem flexiblen Anleiheportfolio werden Unternehmensanleihen als Baustein immer wichtiger. Für Privatanleger bietet sich der Einsatz von Fondslösungen wie etwa dem Deutsche Invest I Euro Corporate Bonds an, die das Anlagevermögen breit streuen und aktiv auf Marktveränderungen reagieren können, so die Experten von DWS Investments.

Bislang hätten Staatsanleihen bei vielen Anlegern als das Nonplusultra an Sicherheit gegolten und daher einen wichtigen Bestandteil in einem ausgeglichenen Portfolio gebildet. Doch nun stehe seit einiger Zeit die viel beschworene Zinswende vor der Tür, die zumindest in den USA bereits zu den ersten Schritten einer Zinserhöhung geführt habe.

Auch die Europäische Zentralbank habe mittelfristig einen geldpolitischen Kurswechsel angedeutet. Der Einstieg in den Ausstieg könnte laut Einschätzung von Stefan Kreuzkamp, Chefanlagestratege der Deutschen Asset Management, bereits Anfang 2018 beginnen. Der Experte habe in seinem Halbjahresausblick vom 28. Juni geschrieben: "Wir rechnen nicht mit einem abrupten Ende, sondern einer allmählichen Reduzierung (Tapering) im Laufe des nächsten Jahres, ähnlich wie bei der US-Notenbank".

Mit der Normalisierung der Geldpolitik würden die Anleiherenditen steigen, was sinkende Anleihekurse zur Folge habe und traditionelle Anleiheanleger vor große Herausforderungen stellen könnte. Das Problem: Die Sensibilität festverzinslicher Anleihen für Zinsänderungen sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Bei steigenden Zinsen könnten Anleiheanlegern damit überproportional hohe Verluste drohen. Könnten Zinsanlagen in dieser Situation überhaupt noch ihre Aufgabe als Stabilitätsanker für ein Gesamtportfolio wahrnehmen? Die Antwort lautet ja.

Sinnvoll könnten beispielsweise eher defensiv orientierte Zins-Fonds sein, die sich mit einer breiten Mischung aus Staats- und Unternehmensanleihen sowie einer aktiven Steuerung der Laufzeiten flexibel den Marktgegebenheiten anpassen könnten. Eine immer wichtigere Rolle würden dabei Unternehmensanleihen einnehmen.

Für viele Investoren auf der Suche nach risikoärmeren Anlageklassen würden Anleihen solide aufgestellter Unternehmen mit nachhaltig guter Gewinnentwicklung inzwischen sogar als weniger risikobehaftet als die Papiere bestimmter Staaten gelten.

Zudem seien Unternehmensanleihen trotz des höheren Ausfallrisikos bei Unternehmensinsolvenz dank der höheren Renditen im Vergleich zu Staatsanleihen für Anleger interessant. Das aktuell positive ökonomische Umfeld und die geringe Inflation in der Eurozone würden möglicherweise gute Voraussetzungen für europäische Unternehmensanleihen hoher Bonität bieten.

Der Markt für Unternehmensanleihen sei allerdings nicht ganz so einfach zu durchschauen. Zum einen werde er von deutlich weniger Analysten beobachtet als beispielsweise der Aktienmarkt. Zum anderen seien die Mindestanlagesummen vieler Unternehmensanleihen so hoch, dass eine Risikostreuung über mehrere Herausgeber für viele Privatanleger kaum umzusetzen sei. Daher könne es interessant sein, in breit gestreute Anleihefonds zu investieren, deren Experten den Markt durchgehend analysieren würden und das Fondsportfolio entsprechend ihrer Strategie und Einschätzung optimieren würden.

Der Deutsche Invest I Euro Corporate Bonds - Corporate Bonds sei der englische Ausdruck für Unternehmensanleihen - enthalte zum Beispiel mehr als 200 internationale Unternehmensanleihen von Herausgebern, deren Bonität die Ratingagenturen ganz überwiegend als gut bis sehr gut einschätzen würden. Das Team um Fondsmanager Karsten Rosenkilde passe das Fondsportfolio laufend gemäß ihrer Markteinschätzung an. Dabei solle der Einsatz von risikoreicheren Anlagen als Beimischung für zusätzliche Rendite sorgen. Bei allen Chancen sollten Anleger berücksichtigen: Auch bei Unternehmensanleihen guter Bonität seien Kursverluste jederzeit möglich. (17.07.2017/fc/a/f)






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