Danske Invest EM Debt Hard Currency Fund: Argentinien, die Mongolei und Georgien bieten die interessantesten EM-Anleihen


12.06.19 14:30
Danske Invest

Kopenhagen (www.fondscheck.de) - Nach einem herausfordernden Jahr 2018 geht es für Schwellenländeranleihen in Hartwährung jetzt wieder aufwärts. Danske Invest-Fondsmanager des Danske Invest SICAV Emerging Markets Debt Hard Currency, Bent Lystbæk, beleuchtet die Aussichten für die Anlageklasse und verrät die Länder mit dem größten Potenzial.

Nicht nur die Aktienmärkte hätten 2018 ein hartes Jahr gehabt. Schwellenländeranleihen in Hartwährung hätten einen Rückgang um 7,2 Prozent (in Euro) verzeichnet. Aber nach einem starken Start in das Jahr 2019 hätten sie den Großteil ihrer Wertkorrektur bereits jetzt wieder aufgeholt. Nicht nur deswegen sehe Danske Invest bei Schwellenländeranleihen weiterhin interessante Renditemöglichkeiten.

Nachdem die US-Notenbank signalisiert habe, dass es dieses Jahr keine weiteren Zinsanhebungen geben werde, sei ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor für die Anlageklasse eliminiert worden. Übrig bleiben würden insbesondere drei Faktoren, die nach Ansicht der Experten von Danske Invest die Marktentwicklung stark beeinflussen könnten:

Wachstumsunterschied: Die Wachstumsdifferenz zwischen den Schwellenländern und den Industriestaaten sei vermutlich der Einzelfaktor, der die größte Bedeutung für das Anlegerinteresse an den Schwellenländern bewirke. Hier bestehe die allgemeine Erwartung, dass sich der Vorteil 2019 zugunsten der Schwellenländer ausweiten werde.

Handelskrieg: Trotz der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und China würden die Experten von Danske Invest ein Handelsabkommen erwarten, mit dem beide Seiten leben könnten und das auch den Rest der Welt zufrieden stelle. Es besteht aber kein Zweifel, dass der Markt aktuell ein Risiko sehe, dass die Verhandlungen ins Stocken geraten würden, sodass der Konflikt weiter bestehen bleibe und zulasten der globalen Wachstumsaussichten und der Stimmung an den Finanzmärkten noch länger andauere.

Globales Wachstum: Die Angst vor einer Rezession habe die Kurse von Schwellenländeranleihen Ende 2018 auf Talfahrt geschickt. Doch trotz einer Phase mit schwachen Konjunkturdaten in Europa und China und der Tatsache, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China das Wachstum abschwächen werde, würden die Experten von Danske Invest für 2019 insgesamt dennoch eine solide globale Konjunkturentwicklung erwarten. Doch Fakt sei auch: Das Risiko für negative Überraschungen sei gestiegen.

Falls der Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht weiter eskaliere, seien die Aussichten für Schwellenländeranleihen nach Erachten der Experten von Danske Invest nach somit insgesamt positiv.

In ihrem Fonds, dem Danske Invest SICAV Emerging Markets Debt Hard Currency, hätten die Experten von Danske Invest aktuell die stärkste Übergewichtung auf Argentinien, der Mongolei und Georgien. Dies habe folgende Gründe:

Argentinien besitze eine überdurchschnittlich ausgebildete Bevölkerung, eine gut entwickelte Infrastruktur, einen großen Industriesektor, unzählige fruchtbarelandwirtschaftliche Nutzflächen und reiche Öl-, Gas- und Mineralienvorkommen. Das große Potenzial des Landes warte nur darauf, unter den richtigen politischen Rahmenbedingungen gehoben zu werden. Nach Jahrzehnten mit einer schlechten Wirtschaftspolitik hätten die Peronisten Ende 2015 dem neuen Präsidenten Mauricio Macri und seiner reformorientierten Regierungskoalition das Feld überlassen müssen.

2018 sei die monumentale Aufgabe der Neuausrichtung der argentinischen Wirtschaft jedoch ins Stocken geraten und habe das größte IWF-Hilfspaket der Weltgeschichte in Höhe von 57 Milliarden US-Dollar zur Folge gehabt. Die schlechte wirtschaftliche Situation habe sich zwar noch nicht grundlegend gebessert. Die Experten von Danske Invest hätten aber trotzdem eine Übergewichtung in argentinischen Anleihen. Die Gründe: Die Risikoprämie sei hoch und die Experten seien zuversichtlich, dass das Wahlergebnis im Oktober dafür sorge, dass Argentinien nicht zu seinen früheren wirtschaftspolitischen Fehlern zurückkehre, sondern unter der Leitung von Präsident Macris aktueller Regierungskoalition oder einer neuen moderaten peronistischen Regierung einen wirtschaftlich vernünftigeren Weg einschlage.

Die Mongolei sei zwar eine kleine Volkswirtschaft, jedoch ausgestattet mit unglaublich reichen Vorkommen an Kohle, Kupfer, Gold und anderen Mineralien. Der Wert dieser Bodenschätze sei über hundert Mal größer als das Bruttoinlandsprodukt des Landes. Um diese Ressourcen auszunutzen, seien sehr große Investitionsvorhaben ins Leben gerufen worden, die die Wirtschaft letztlich maßgeblich verändern und dem Land zu großem Wohlstand verhelfen könnten. In der Übergangsphase, die mit hohem Investitionsbedarf verbunden sei, profitiere das Land von Finanzspritzen des IWF, der Weltbank und den Regierungen in China, Japan und Südkorea.

In Georgien würden in einem imponierenden Tempo strukturelle Wirtschaftsreformen durchgeführt, sodass das Land nun den sechsten Platz auf der "Ease of doing business"-Rangliste der Weltbank einnehme. Das bedeute, dass Georgien auf Position sechs der geschäftsfreundlichsten Länder der Welt geführt werde. Nur Neuseeland, Singapur, Dänemark, Hongkong und Korea lägen noch weiter vorne.

Das habe umfangreiche Direktinvestitionen aus dem Ausland angezogen. Sie hätten dazu beigetragen, die Wirtschaft in Gang zu bringen. Gleichzeitig boome die Tourismusindustrie und das Land habe sich zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in der Region gemausert. Diese Entwicklung gehe am Anleihenmarkt nicht spurlos vorüber, wo Staatsanleihen jetzt so teuer geworden seien, dass die Experten von Danske Invest sie nicht mehr als interessant erachten würden. Im Gegensatz dazu sähen sie erhebliches Wertpotenzial bei Anleihen, die von einigen staatlichen oder privaten Unternehmen emittiert worden seien. (12.06.2019/fc/a/f)






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