DWS Top Dividende-Fonds: Homerun für US-Konzerne? Fondsanalyse


11.01.17 14:45
DWS Investments

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Geplante Steuererleichterungen könnten US-Konzerne dazu bewegen, Auslandsgelder heim in die USA zu holen. Dividenden dürften angesichts eines eher begrenzten Kurspotenzials einen wesentlichen Anteil am Gesamtertrag von Aktienanlagen ausmachen. Der DWS Top Dividende ist ein seit vielen Jahren erfolgreicher Fonds, der breit gestreut in dividendenstarke Aktien anlegt, so die Experten von DWS Investments.

Der neue US-Präsident Donald Trump sei immer für Überraschungen gut. Um die US-Wirtschaft zu pushen, habe er umfangreiche Infrastrukturinvestitionen angekündigt. Zudem sollten Unternehmen steuerlich entlastet werden.

Dazu brauche es Geld, viel Geld. Eine Möglichkeit, dieses aufzutreiben, hätten Trump und sein Stab bei den Gewinnen von US-Unternehmen, die im Ausland geparkt worden seien, erkannt. Allein die sieben größten Technologie-Konzerne des Landes dürften nach Berechnungen des Nachrichtendienstes Bloomberg Ende des zweiten Quartals 2016 rund 523 Milliarden US-Dollar außerhalb der USA angesammelt haben.

Die Trump-Regierung erwäge nun eine Steuererleichterung, wenn Unternehmen ins Ausland ausgelagerte Gewinne in die USA zurückführen würden. Ansonsten würden sie beim Heimholen in die USA mit einem Steuersatz von 35 Prozent belegt.

Ob es tatsächlich zu solch einer Steuerinitiative komme, sei heute zwar noch reine Spekulation. Jedoch dürften bei einem verminderten Steuersatz von fünf oder auch zehn Prozent sehr wahrscheinlich ansehnliche Summen zurück in die USA fließen. Teilweise könnten die Gewinne dann als Dividende oder zum Rückkauf von Aktien verwendet werden.

Unabhängig davon, ob die Idee Trumps Wirklichkeit werde, gelte: Als Ertragsbringer hätten Dividenden bei Aktienengagements in Zeiten von Niedrigzinsen einen immer größeren Stellenwert erlangt. Dazu komme: Angesichts eines begrenzten Kurspotenzials dürften Dividenden einen wichtigen Teil des Gesamtertrags von Aktienanlagen ausmachen.

So würden Berechnungen für den Dow Jones Industrial-Index zeigen, dass er in seiner rund 120-jährigen Geschichte durchschnittlich pro Jahr um gut fünf Prozent habe zulegen können. Inklusive Dividendenzahlungen habe die durchschnittliche jährliche Rendite des Dow Jones bei zirka neun Prozent gelegen.

Mit Hilfe der Dividendenzahlungen könne somit nicht nur die Inflation geschlagen, sondern bei Wiederanlage durch den Zinseszinseffekt auch ein Vermögen aufgebaut werden. Dazu komme die Aussicht auf laufende Erträge.

Auch ohne die mögliche Rückführung von Konzerngewinnnen dürften fundamental starke US-Konzerne auch künftig lukrative Dividenden zahlen. Grund: Die Konjunktur in den USA sollte zumindest im Jahr 2017 die Geschäfte der US-Konzerne unterstützen.

Dennoch sollten sich Anleger bewusst sein, dass es an den Aktienmärkten aufgrund politischer Unsicherheiten auch 2017 zu erheblichen Schwankungen kommen könne. Dividendenstarke Aktien seien in diesem Umfeld nach wie vor sinnvoll.

Einer der etabliertesten Dividendenfonds sei der DWS Top Dividende, der im November 2016 eine Rekordsumme von 460 Millionen Euro an die Anleger ausgeschüttet habe, 3,10 Euro je Anteilsschein. Damit komme der Fonds seit Auflegung im Jahr 2003 auf eine durchschnittliche Ausschüttungsrendite von 3,5 Prozent und insgesamt auf eine überzeugende Wertentwicklung.

Das Fondsmanagement investiere in internationale Aktien, die höhere Dividendenrenditen als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden. Aktuell würden US-Titel mit einem Anteil von rund 42 Prozent die größte Portfoliogewichtung besitzen. (Ausgabe vom 10.01.2017) (11.01.2017/fc/a/f)





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