DWS Multi Opportunities LD-Fonds: 04/2020-Bericht, Kassequote leicht gestiegen - Fondsanalyse


30.06.20 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Dachfonds DWS Multi Opportunities LD strebt als Anlageziel einen möglichst hohen Wertzuwachs in Euro an, so Henning Potstada, Fondsmanager bei DWS.

Der Dachfonds investiere zu mindestens 51% des Netto-Fondsvermögens in Zielfonds. Für den Fonds könnten Anteile an in- und ausländischen Aktienfonds, gemischten Wertpapierfonds, Wertpapierrentenfonds und geldmarktnahen Wertpapierfonds erworben werden. Daneben könne das Fondsvermögen u.a. in Aktien, fest und variabel verzinslichen Wertpapieren, Aktienzertifikaten, Wandelschuldverschreibungen angelegt werden. Dabei werde auf eine internationale Streuung geachtet.

Während sich das Coronavirus weiter über den Globus ausbreite und die Weltwirtschaft eine Vollbremsung vollziehe, hätten sich die Aktienmärkte im April schon wieder deutlich erholt. Der globale MSCI ACWI Index habe im Monat einen Gewinn von 11,4% verzeichnet. Am deutlichsten habe der technologielastige NASDAQ Index mit 16% gewonnen. Damit liege er höher als zum Jahresanfang. Während der breite US-Aktienmarkt um 13,8% und die Schwellenländer um knapp 10% hätten ansteigen können, habe Europa lediglich 5,6% zugelegt, gefolgt von Japan mit 5,5%. Obwohl man als Käufer von Öl im April zeitweise sogar für die Abnahme von Öl Geld habe bekommen können, habe der Preis zum Monatsende fast unverändert notiert.

Ölwerte im Aktienbereich hätten sich dennoch um etwa 17% und zyklische Konsumgüter sogar um 18% erholt. Auch Technologie, Kommunikation und Gesundheit hätten Gewinne zwischen 12% und 14% gezeigt. Stabile Konsumgüter und Versorger hätten sich mit einem niedrigen einstelligen Plus begnügen müssen. Während der US-Dollar zum Euro praktisch unverändert um 1,10 gependelt habe, habe Gold noch einmal kräftig um knapp 8% zulegen können. Auf der Anleiheseite seien Staatsanleihen auf der Stelle getreten, während Unternehmensanleihen sowohl in US-Dollar als auch in Euro eine Rendite von rund 5% hätten erzielen können. Maßgeblich für diesen Anstieg seien die Kaufprogramme sowohl der EZB als auch der FED gewesen.

Der Nettoaktienanteil im Fonds sei leicht von 34% auf 37% gestiegen. Dies sei primär durch einen teilweisen Abbau von Absicherungspositionen für die US-amerikanischen und europäischen Aktienmärkte erreicht worden. Der Bruttoaktienanteil habe sich Ende April auf etwa 43% belaufen. In den Bereichen Energie und Finanzwesen seien überwiegend Positionen abgebaut worden, während Aufstockungen sich auf Titel aus der Informationstechnologie und auf stabile Konsumgüterwerte konzentriert hätten. Der Euro-Anteil des Fonds sei auf 73% reduziert worden, während der US-Dollar-Anteil von 9,3% auf 10,7% angestiegen sei. Auch die Position im Japanischen Yen sei zum Monatsbeginn erhöht worden. Die Kassequote im Fonds sei leicht auf etwa 21% gestiegen.

DWS Multi Opportunities habe sich im April um 6,1% erholen und damit Verluste aus dem März teilweise wieder aufholen können. Die Erholung habe sich breit auf verschiedene Anlageklassen im Fonds erstreckt. Der Aktienanteil des Fonds habe um 586 BP zugelegt. Nach Berücksichtigung der Absicherungen sei immer noch ein Ertrag von 485 BP übrig geblieben. Der Fonds habe ebenfalls von einer Erholung der Unternehmens- und Schwellenländeranleihen profitiert. Während Unternehmensanleihen einen positiven Beitrag von 85 BP geliefert hätten, hätten Staatsanleihen einen Ertrag von 22 BP für das Portfolio erzielt. Nicht zuletzt hätten auch die Währungen einen Beitrag von 29 BP liefern können.

Die Gründe für die rasche Erholung der Aktienmärkte scheinen im Augenblick weniger auf einer rückläufigen Bedrohungssituation durch das Coronavirus zu beruhen, so die Experten der DWS. Auch die wirtschaftliche Situation habe sich in den letzten Wochen eher verschlechtert als verbessert. Der Anstieg der Aktienmärkte beruhe eher auf der Alternativlosigkeit der Aktienanlage im Vergleich zu Anleihen. Eine gewaltige durch die Regierungen losgetretene Schuldenlawine werde zum größten Teil durch die diversen Zentralbanken aufgekauft und dadurch monetarisiert. Da die Renditen der Staatsanleihen weitgehend bei null oder darunter lägen, sei es nachvollziehbar, dass man die Perspektive einer Aktienanlage deutlich positiver einschätze als die der Anleihen - selbst wenn sich die Krise nicht in den nächsten Quartalen, sondern erst in ein oder zwei Jahren beruhigen sollte. (Stand vom 30.04.2020) (30.06.2020/fc/a/f)






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