DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds: 04/2020-Bericht, positive Rendite erzielt - Fondsanalyse


29.06.20 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds investiert vordergründig in Aktien von Emittenten aus dem globalen Infrastruktursektor, so die Experten der DWS.

Dazu würden folgende Segmente gehören: Transport (Straßen, Flug- und Seehäfen sowie Schienenverkehr), Energie (Gas- und Stromübertragung, -vertrieb und -erzeugung), Wasser (Bewässerung, Trinkwasser und Abwasser) und Kommunikation (Rundfunk- und Mobilfunkmasten, Satelliten, Glasfaser- und Kupferkabel).

Globale Infrastrukturtitel hätten im April gut abgeschnitten, im Einklang mit dem anziehenden breiteren Aktienmarkt, gemessen am MSCI World Index. Nach einem schlechten Start in den Monat hätten sich Aktien aufgrund des sich verbreitenden Optimismus erholt, dass die Schäden durch COVID-19 von kurzer Dauer sein könnten. Im Laufe des Monats hätten Investoren weiterhin ein düsteres wirtschaftliches Bild gegen die Hoffnung auf positive äußere Impulse und eine sukzessive Lockerung der Restriktionen weltweit abgewogen. Im weiteren Monatsverlauf hätten Aktien jedoch wieder angezogen, da Spekulationen darüber aufgekommen seien, dass sich die Zahl neuer COVID-19-Fälle einem Höchststand nähern könnte.

Die im Berichtsmonat veröffentlichten Daten hätten ein trübes Bild gezeichnet: China habe einen Rückgang des Wirtschaftswachstums um 6,8% für das Quartal gemeldet - ein Novum seit der ersten Vermeldung vierteljährlicher Daten im Jahr 1992 -, während sich in den USA in den letzten sechs Wochen mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet hätten. Angesichts der rekordhohen Arbeitsplatzverluste und BIP-Einbußen hätten die Regierungen ihre fiskalische Expansion fortgesetzt. Andernorts seien die globalen Anleiherenditen weiter zurückgegangen, während eine Knappheit bei den Lagerkapazitäten zu einer Verwerfung bei der Preisbildung für Ölkontrakte mit kurzer Laufzeit geführt habe.

Vor diesem Hintergrund sei börsennotierte Infrastruktur dem breiteren Markt aufwärts gefolgt. Im Allgemeinen hätten die Experten eine starke Erholung in den meisten Infrastruktursegmenten gesehen. Gründe seien die sich verbessernde Stimmung bei den Anlegern gewesen, die durch zusätzliche Konjunkturmaßnahmen, die Erwartung, dass der Höhepunkt bei den COVID-19-Fällen bald überschritten werde, und eine sukzessive Lockerung der Restriktionen in bestimmten Ländern ausgelöst worden sei. Energieinfrastruktur sei klar hervorgestochen. Aktien von Sendemastenbetreibern hätten sich weiterhin als widerstandsfähig erwiesen und seien gut positioniert. Nicht Schritt hätten mit der allgemeinen Entwicklung defensive regulierte Versorger aus Japan und den Vereinigten Staaten halten können.

Im Bereich Midstream-Energie würden sich die Experten weiterhin auf Namen aus dem oberen Qualitätsspektrum konzentrieren, die Liquidität in der Bilanz aufweisen würden und nur in begrenztem Umfang abhängig vom Rohölvolumen seien. Die Experten würden glauben, dass jeder anhaltende Druck auf die Ölpreise tatsächlich den Unternehmen zugutekommen könnte, die Erdgas transportieren würden, da wahrscheinlich weniger Gas aus der Erdölförderung zur Verfügung stehen werde. Wenn dies geschehe, sollten die Volumina für erdgasorientierte Infrastrukturunternehmen wieder anziehen. Regulierte Versorgungsunternehmen würden zu den widerstandsfähigeren Geschäftsmodellen gehören und sollten bei anhaltender Marktvolatilität eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erzielen.

In den USA seien die Fundamentaldaten stabil, aber starke Abweichungen bei den Bewertungen und Geschäftsprofilen würden ein selektives Engagement erfordern. Bei Versorgungsunternehmen außerhalb der USA seien die Experten besonders vorsichtig, würden bei ihrem Engagement sehr selektiv vorgehen und Titel bevorzugen, die nach Meinung der Experten stabile Fundamentaldaten aufweisen würden und dazu attraktiv bewertet seien.

Der gesamte Kommunikationsbereich sollte von der langfristigen Nachfrage und organischem Wachstum profitieren. Eine länger andauernde Krise könnte zu Risiken in Form eines verringerten Angebots an Netzwerkausrüstung oder Arbeitskräften führen. Dies dürfte jedoch vorübergehender Natur sein. Im Transportbereich würden die Experten weltweit ausgewählte Chancen bei Namen hoher Qualität mit attraktiver Bewertung sehen. Wenn die Erholung von der Pandemie einsetze, würden die Experten Mautstraßen gegenüber Flughäfen bevorzugen.

Der Fonds habe im April eine positive Rendite erzielt, während sich die Aktienmärkte rund um den Globus stetig verändert hätten. Allerdings würden die Experten erwarten, dass die defensiven Eigenschaften von Infrastruktur bei anhaltender Marktvolatilität einen Abwärtsschutz bieten würden. Was den Renditebeitrag angehe, hätten die Segmente nordamerikanische Midstream-Energie, US-Kommunikation und regulierte US-Versorger im Monatsverlauf die größte Positivwirkung auf die Wertentwicklung gehabt.

Die negativen Beiträge zum Gesamtertrag hätten im Wesentlichen aus den japanischen und europäischen Versorger-Komponenten gestammt. Aus Sicht der absoluten Rendite hätten Australien und nordamerikanische Midstream-Energie zu den Sektoren mit der höchsten Wertentwicklung innerhalb des Fonds gezählt. Im Gegensatz dazu hätten japanische und europäische Versorger im Fonds die schwächste Wertentwicklung gezeigt. Auf Einzeltitelebene hätten im April Williams Companies und Crown Castle International den höchsten Renditebeitrag geleistet, während National Grid und Vinci SA die Schlusslichter gebildet hätten.

Die Sorge über die weltweite Verbreitung von COVID-19 habe die Länder veranlasst, striktere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu ergreifen, und habe die Märkte im Griff gehabt. Was Infrastruktur anbelange, so sei es am wahrscheinlichsten, dass zyklisch orientierte Sektoren, insbesondere der Midstream-Energiesektor und der Transportsektor, kurzfristig von dem Virus-Ausbruch belastet würden. Weltweit seien mautpflichtige Straßen und Flughäfen weiterhin Gegenwind in Form von Reisebeschränkungen, Lockdowns und Grenzkontrollen ausgesetzt. Die Experten würden jedoch glauben, dass Mautstraßen einen weniger drastischen Nachfrageeinbruch verzeichnen würden als Flughäfen.

Bei bestimmten Midstream-Energienamen aus Nordamerika, die vom Rohölvolumen abhängen würden, werde es wahrscheinlich zu Volatilität kommen, bis die Rohstoffmärkte Anzeichen einer Stabilisierung zeigen würden. Die Experten seien weiterhin defensiv positioniert, indem sie ihr Engagement im Vergleich zur Benchmark auf Sektorebene begrenzen und sich gleichzeitig auf die Einzeltitelauswahl konzentrieren würden. Die Experten würden die Wirtschaftslage genau beobachten und würden an dieser Positionierung festhalten, bis sie von den Aussichten auf eine nachhaltige Erholung überzeugt seien. (Stand vom 30.04.2020) (29.06.2020/fc/a/f)






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