DWS Deutschland LC-Fonds: 11/2019-Bericht, Investitionsgrad auf etwa 112% verringert - Fondsanalyse


15.01.20 09:20
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Deutschland LC (ISIN DE0008490962 / WKN 849096) investiert in substanzstarke deutsche Standardwerte (Blue Chips) aus dem DAX-Index unter flexibler Beimischung ausgewählter Small Caps und Mid Caps, so Tim Albrecht, Fondsmanager bei DWS.

Die Erholung des Ifo-Index und des deutschen PMI aus dem Verarbeitenden Gewerbe, die geringen Leitzinssenkungen der People's Bank of China, die anhaltenden Hoffnungen auf ein "Phase Eins"-Handelsabkommen, die Berichte darüber, Trump könne die Zölle auf Autoimporte aus der EU verschieben, und die besser als befürchtet ausgefallene Q3-Gewinnsaison hätten die Aktienmärkte im November nach oben getrieben, in den USA sogar auf neue Allzeithöchststände. Anhaltend schwache "harte" Wirtschaftsdaten in China, der Beginn des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump, die anhaltenden Proteste in Hongkong und der angekündigte massive Stellenabbau in der deutschen Automobilindustrie hätten Aktien nur vorübergehend belastet.

In Deutschland sei der DAX um 2,9% auf ein Zwei-Jahres-Hoch gestiegen. Der MDAX sei um 4,6% gestiegen, der SDAX um 6,3% und der TecDAX um 9,7%. Die konjunkturellen Frühindikatoren hätten sich im November verbessert. In Deutschland sei der Ifo-Index von 94,7 auf 95,0 Punkte gestiegen. Der PMI des deutschen Verarbeitenden Gewerbes habe sich von 42,1 auf 43,8 erholt, und das Pendant für die Eurozone habe sich von 45,9 auf 46,6 Zähler verbessert.

Das deutsche BIP-Wachstum für das dritte Quartal habe bei +0,1% gelegen, nach 0,2% im zweiten Quartal 2019. Der Auftragseingang in Deutschland sei um 1,3% m/m gestiegen, und die Exporte hätten sich um 1,5% erholt. Die Industrieproduktion sei indes um 0,6% zurückgegangen. In China hätten sich mehrere Trends verbessert. Der Caixin Manufacturing PMI sei auf einen 2,5-Jahres-Höchststand, von 51,4 auf 51,7 Punkte gestiegen. Darüber hinaus habe die chinesische PBoC die einjährige "Loan Prime Rate" LPR um weitere 5 BP auf 4,15% gesenkt.

Der Investitionsgrad des Fonds sei auf etwa 112% verringert worden. Obwohl die deutsche Wirtschaft nach wie vor schwach sei und ein externer Gegenwind die Aussichten weiterhin trübe, insbesondere der Brexit und eine sich abschwächende chinesische Wirtschaft, habe das Verarbeitende Gewerbe einen kleinen Schritt in die richtige Richtung getan, indem der PMI im November auf ein Fünf-Monats-Hoch gestiegen sei. Auf Sektorebene hätten die Experten ihr Übergewicht in Informationstechnologie, Gesundheitswesen und Industrie leicht erhöht. Die Experten würden nach wie vor Growth gegenüber Value bevorzugen und ihr Engagement in Nebenwerten mit einem Portfolioanteil von etwa 26% beibehalten.

Mit dem Ausblick in das Jahr 2020 sollten Anleger Gründe finden, Aktien weiter konstruktiv zu sehen. Die Aussichten auf eine Deeskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China, auf ein den Brexit hinter sich lassendes Europa, gesunde Arbeitsmärkte und anhaltendes Wachstum der "digitalen Wirtschaft" sollten das Wachstum in den kommenden Monaten stabilisieren. Der Nachholbedarf durch verzögerte Investitionsentscheidungen und eine bessere Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr sollten die Gewinne im zweiten Halbjahr 2020 leicht erhöhen. Die Experten würden für die meisten Regionen im Jahr 2020 und darüber hinaus ein EPS-Wachstum von rund 4 bis 7% erwarten. Auch wenn ihre EPS-Annahmen unter dem Konsens lägen (außer bei Japan), würden die Experten eine Steigerung gegenüber 2019 prognostizieren. Höhere Dividenden- als Anleiherenditen würden die Attraktivität von Aktien erhöhen.

Im Vergleich zu 2019 würden die Experten für 2020 von wenig Unterstützung seitens der Zentralbanken ausgehen (keine Zinssenkungen von FED und EZB). Niedrige Zinssätze sollten jedoch die Bewertungsmultiplikatoren über den historischen Niveaus halten. So liege dem DAX-Ziel der Experten von 14.000 für Dezember 2020 ein Trailing-PE-Multiplikator von 15,5 zugrunde. Die schwindenden Rezessionsrisiken würden es den Experten ermöglichen, die Zielmultiplikatoren zu erhöhen, insbesondere für den eher zyklischen deutschen Markt. Das Basisszenario der Experten gehe von keinen weiteren Zolleinführungen aus. In den kommenden Monaten werde die US-Präsidentschaftswahl in den Blickpunkt der Aktienanleger rücken.

Der wahrscheinlichste Fall dürfte entweder eine Wiederwahl von Trump oder ein Wechsel zu einer moderaten demokratischen Politik sein; beide Fälle sollten wenig Einfluss auf die Aktienmärkte haben. Für den unwahrscheinlichen Fall eines Politikwechsels hin zu einer radikal demokratischen Haltung im Weißen Haus und im Kongress würden die Experten deutliches Abwärtspotenzial für globale Aktien sehen. Veränderte Erwartungen an den Ausgang der US-Wahlen könnten bereits im ersten Quartal mit Beginn der Vorwahlen die Volatilität bei Aktien wieder erhöhen. (Stand vom 30.11.2019) (15.01.2020/fc/a/f)






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