DNCA Invest - Miuri-Fonds: 05/2020-Bericht, Performance von -1,18% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


29.06.20 09:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Miuri strebt eine höhere jährliche Wertentwicklung als den risikolosen Satz des EONIA-Satzes an, so die Experten von DNCA Investments.

Das Team des Anlageverwalters ("Team") bemühe sich, dieses Ziel über den empfohlenen Anlagezeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Volatilität von rund 5% unter normalen Marktbedingungen zu erreichen.

Die Aktienmärkte hätten im Mai weiter zugelegt, was man auch an der Entwicklung des EURO STOXX 50 NR ablesen könne, der im Monatsverlauf ein Plus von 4,7% (seit Jahresbeginn -17,6%) verzeichnet habe.

Im Verlauf des Berichtsmonats wohnten wir zwei klar voneinander abgegrenzte Perioden bei: In den ersten drei Wochen registrierten die Risk-Off-Strategien überdurchschnittliche Performances, bevor sich dann die Situation in der letzten Woche umkehrte, so die Experten von DNCA Investments. Ermutigende Soft Data (Ölreserven, Automobilverkäufe, Flugbewegungen in China, usw.) und eine zunehmende Glaubwürdigkeit der in Europa geplanten Konjunkturprogramme hätten dafür gesorgt, dass man nahezu die Spannungen zwischen China und den USA vergessen habe, die nach wie vor akut seien.

Die Gesellschaften hätten im Mai nur selten Pressemitteilungen vorgelegt, doch würden die von den Experten von DNCA Investments geführten Gespräche mit Geschäftsleitungen durchaus erahnen lassen, dass die Auswirkungen der Krise in einigen Sektoren (Bau) und geografischen Regionen (Nordeuropa, Nordamerika) möglicherweise schwächer als erwartet ausgefallen seien. Diese Nachricht sei zwar noch zu bestätigen, könnte jedoch langfristige Auswirkungen auf die Asset-Allokation und die Bewertungen dieser Sektoren/Regionen haben.

Miuri habe im Monatsverlauf -0,8% eingebüßt. Dieser Rückgang sei im Wesentlichen vier Faktoren zuzuschreiben:

1. Die Aufhebung des Shortverbots habe mindestens zwei der Kernpositionen belastet: PSA (-2,1%; 4,8% des Portfolios) - der Wert bilde den Gegenstand von Umschichtungen auf FCA - sowie Casino (-1,0%; 3,0% des Portfolios) - der Wert leide unter der Verschlechterung der brasilianischen Wirtschaft.

2. Der Markt habe die Veröffentlichungen einiger Unternehmen schlecht aufgenommen, zum Teil aufgrund der Unmöglichkeit, eindeutige Prognosen vorzugeben (Bouygues) oder auch aufgrund der Ankündigung von Entscheidungen in Bezug auf die Verwendung der Barmittel (Reduzierung der Dividende bei Imperial Brands).

3. Desgleichen hätten sich unternehmensspezifische Sonderereignisse auf die Kurse einiger der Positionen negativ ausgewirkt. Dies sei insbesondere der Fall für die Kapitalerhöhung von Compass. Die Experten von DNCA Investments hätten sich an diesem Vorgang beteiligt, da sie der Ansicht seien, dass die unmittelbare Verwässerung nach und nach durch die starken Bilanzen zugestandenen Prämien ausgeglichen werden würde.

4. Schließlich hätten sich die Spannungen zwischen China und den USA negativ auf die wichtigste Position der Experten von DNCA Investments im Halbleitersektor (STM) ausgewirkt.

Besonders positiv habe im Berichtsmonat die Kursentwicklung der Positionen im Baustoffsektor überrascht. Dies gelte insbesondere für Saint-Gobain (+20,1%; 6,1% des Portfolios). Die Wiederaufnahme der Aktivität auf den Baustellen in Frankreich, die gute Verfassung der Wirtschaftstätigkeit in Nordeuropa und in den USA sowie schließlich das Gewinnpotenzial eines Plans zur Renovierung von Wohnungen hätten die Experten in ihrer Überzeugung bestärkt, dass sich dieses Segment der Zykliker am schnellsten erholen dürfte und niedrige Bewertungsniveaus ausweise. In diesem Rahmen hätten die Experten CRH in das Portfolio aufgenommen. Dieser Wert biete zum einen ein Exposure gegenüber den USA (ein Staat, der nach Meinung der Experten nur geringfügig von der Krise betroffen sein dürfte) und zum anderen gegenüber Produkten (Aggregate, Asphalt), die weniger unter den Auswirkungen der Kontaktsperren gelitten hätten.

Unser Nettoexposure belief sich zum Monatsende auf 9,7%, so die Experten von DNCA Investments. Die Experten seien nach wie vor der Ansicht, dass einige Sektoren schneller als erwartet eine Aufhellung verzeichnen würden. Allerdings werde man die mittelfristigen Folgen dieser Krise (Arbeitslosigkeit, Konkurse, Investitionstätigkeit, usw.) sorgfältig im Auge behalten müssen. In diesem Rahmen scheine den Experten ihr leicht über seinem Referenzindikator liegendes Engagement angemessen zu sein. (Stand vom 29.05.2020) (29.06.2020/fc/a/f)






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