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Carmignac's Anlagestrategie: Short-Positionen auf amerikanische Staatsanleihen aufgelöst - Fondsanalyse


13.04.18 13:30
Carmignac Gestion

Luxemburg (www.fondscheck.de) - Ein weiterer Baisse-Monat hat die meisten Indices seit Jahresbeginn in den roten Bereich gedrückt, so Didier Saint-Georges, Mitglied des Investmentkomitees und Managing Director bei Carmignac.

Geografisch betrachtet sei dieser Rückgang relativ einheitlich gewesen, was von einer erneut zunehmenden Risikoscheu der Anleger zeuge. Neben Absicherungen haben die Experten von Carmignac eine Reihe von Positionen verkauft, vor allem in Unternehmen, die Verbraucherkrediten ausgesetzt sind und damit auf wackeligen Beinen stehen, falls die Zinsen steigen, ohne dass das BIP-Wachstum anzieht.

Während im vergangenen Monat einige Großunternehmen aus den USA die Nase vorn gehabt hätten, habe die Experten-Strategie der Diversifizierung in kleinere Wettbewerber wie GrubHub, und Emerging-Market-Unternehmen wie Hikvision dazu beigetragen, die Auswirkungen der Marktkorrektur auf den gesamten Technologiesektor abzufedern. Aufgrund des attraktiven Wachstumsprofils dieser Unternehmen sehen die Experten von Carmignac sie nach wie vor als sehr wertvoll an. Allerdings sei angesichts der sich schnell ändernden steuerlichen Vorschriften eine sehr selektive Aktienauswahl nach wie vor unerlässlich.

Zinsen auf Staatsanleihen hätten mit wenigen Ausnahmen, wie etwa die türkischen Zinsen, allgemein nachgegeben. So seien die Zinsen 10-jähriger US-Staatspapiere im März trotz der Anhebung der Leitzinsen durch die US-Notenbank im Monatsverlauf unter 2,80% gefallen.

Die Experten von Carmignac hatten zuvor ihre Short-Positionen auf amerikanische Staatsanleihen aufgelöst und jene auf deutsche Staatsanleihen reduziert. Hierdurch hätten sie aus dieser günstigen Entwicklung, dank ihrer Long-Positionen in Zinsen der europäischen Peripherieländer (Italien, Spanien, Portugal und Griechenland), sowie in Staatsanleihen der Schwellenländer (vorwiegend der lateinamerikanischen), profitieren können.

Unsere selektive Allokation in Unternehmensanleihen hat uns ermöglicht den anhaltenden Druck auf die Kreditspreads aufzufangen, so die Experten von Carmignac.

Anders als bei den anderen Anlageklassen sei bei Währungen im vergangenen Monat kein Anstieg der Volatilität zu verzeichnen gewesen. Die großen Währungen der Industrieländer hätten somit den Monat mit geringfügigen Schwankungen geschlossen. Der Euro habe allerdings gegenüber dem US-Dollar leicht zugelegt, was sich positiv auf die Währungsstrategie ausgewirkt habe, da die Experten kein Exposure in der US-Währung gehabt hätten. Bei den Schwellenländerwährungen seien weniger einheitliche Entwicklungen zu verzeichnen gewesen. So habe beispielsweise der Mexikanische Peso kräftig zugelegt, während gleichzeitig der Brasilianische Real nachgegeben habe.

Durch unsere diversifizierte Allokation in Schwellenländerwährungen konnten wir diese Volatilität glätten, so die Experten von Carmignac. Im Monatsverlauf hätten die Experten einige ihrer Gewinne aus ihrer Allokation im Japanischen Yen mitgenommen, da das ungewissere politische Umfeld in Japan die Attraktivität der japanischen Währung als Fluchtwert ein wenig dämpfen könnte. (Ausgabe April 2018) (13.04.2018/fc/a/f)