CHOM CAPITAL High Conviction Europe UI-Fonds: "Wir führen mehr als 500 Managementgespräche pro Jahr" - Fondsanalyse


17.05.18 11:00
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Frankfurter Investmentboutique CHOM CAPITAL hat sich ganz dem klassischen Stockpicking verschrieben, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Der Fokus liege dabei auf Europa - die Region, die die beiden Fondsberater und Managing Partner von CHOM CAPITAL, Christoph Benner und Oliver Schnatz, am besten kennen würden. Wie sie die richtigen Titel im CHOM CAPITAL High Conviction Europe UI auswählen würden und warum gerade auch die vollständige Durchdringung eines Geschäftsmodells so entscheidend sei, würden beide im Gespräch mit "ChampionsNews" berichten.

"ChampionsNews": Herr Schnatz, im vergangenen Jahr sind Sie mit dem CHOM CAPITAL High Conviction Europe UI an den Start gegangen. Sie bleiben auch bei diesem Fonds Ihrem aktiven und streng fundamentalen Ansatz treu. Was sind die Hauptunterscheidungsmerkmale gegenüber dem CHOM CAPITAL Aktive Return Europe UI (ISIN DE000A1JUU46 / WKN A1JUU4)?

Schnatz: Der CHOM CAPITAL High Conviction Europe UI ist die logische Fortsetzung unserer erfolgreichen Investmentphilosophie im Segment der Unternehmen mit kleiner Marktkapitalisierung. Gerade in diesem Segment, das vom Umfang her deutlich kleiner ist als das des gerade im Soft Closing befindlichen CHOM CAPITAL Active Return Europe UI, finden wir hochinteressante Unternehmen mit sehr klaren Werttreibern. Diese werden zudem häufig weniger beachtet, sodass wir hier attraktive Wertsteigerungspotenziale identifizieren können. Zudem verfügt der Fonds über eine hohe Flexibilität im Hinblick auf die Investitionsquote und kann auch konservative Absicherungsinstrumente einsetzen. Diese Kombination aus der Möglichkeit einer aktiven Investitionsgradsteuerung und der Stockpicking-Expertise von CHOM CAPITAL, die hier im Segment kleinerer Qualitätsunternehmen umgesetzt wird, gibt dem Fonds sein Alleinstellungsmerkmal.

"ChampionsNews": Sie bleiben auch Ihrem Anlagefokus Europa weiterhin treu. Weshalb bevorzugen Sie gerade diese Region für die Investmentauswahl? Gibt es innerhalb Europas noch Begrenzungen oder sind Sie hier frei von jeglichen Einschränkungen bei Ihren Investments?

Benner: In unserer Investmentphilosophie steht die fundamentale Attraktivität des einzelnen Unternehmens im Vordergrund. Ein zentraler Aspekt für die Beurteilung dieser Attraktivität ist der Zugang zum Management des Unternehmens. Wir wollen bei allen Gesellschaften, in die wir investieren, die Möglichkeit haben, die Unternehmensentwicklung und vor allem die Unternehmensstrategie mit den Entscheidern zu diskutieren. Das können wir mit hoher Intensität in unserem europäischen Universum umsetzen. Wir führen mehr als 500 Managementgespräche pro Jahr in Europa. Bei unseren Investments im Bereich der kleineren Unternehmen schließen wir solche Unternehmen aus, die im klassischen Sinne illiquide sind.

"ChampionsNews": Nennen Sie uns bitte zwei Beispiele für erfolgreiche Investments in der jüngsten Vergangenheit, die Sie besonders überzeugt haben.

Schnatz: Ein Beispiel wäre Carl Zeiss Meditec, die über qualitativ hervorragende Produkte im Bereich der Augenchirurgie wie etwa Mikroskope, die zugehörige Diagnostik und künstliche Linsen verfügt. Gerade künstliche Linsen sind ein demografisch getriebenes Wachstumsprodukt, mit diesem Premiumprodukt gewinnt Carl Zeiss Meditec kontinuierlich Marktanteile. Zudem verfügt das Unternehmen über eine hochsolide Bilanz mit erheblichem Barvermögen, das auch Spielraum für Unternehmenszukäufe lässt.

Sehr gut hat sich auch das französische Unternehmen MGI Digital entwickelt. Das Unternehmen verfügt über hochinnovative digitale Drucktechnologien, die es unter anderem ermöglichen in einem Arbeitsgang RFID-Funkchips auf die Rückseite von Etiketten zu drucken, sodass sich Produkte in einer Logistikkette verfolgen lassen. Eine substanzielle Beteiligung des viel größeren Unternehmens Konica Minolta an MGI mit einer infolge gemeinsamen Produktentwicklung und Vermarktung unterstreicht die technologische Stärke des Unternehmens.

"ChampionsNews": Wie gehen Sie mit Einzel- und Portfoliorisiken um?

Benner: Grundsätzlich ist unser Portfolio ausreichend diversifiziert um Einzelwertrisiken abfedern zu können. Auch wenn wir frei von Länder-, Sektor- und Indexzugehörigkeit investieren, achten wir doch auf die Vermeidung von "Klumpenrisiken". Unserer Philosophie entsprechend ist die beste Risikoprävention jedoch die intensive fundamentale Kenntnis des Unternehmens und der enge Kontakt zum Unternehmen um so Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen zu können. (Ausgabe 2/2018) (17.05.2018/fc/a/f)





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