BKC Treuhand Portfolio Fonds: Infizierte Kapitalmärkte


26.03.20 11:00
Bank für Kirche und Caritas

Paderborn (www.fondscheck.de) - Bernhard Matthes, CFA, Bereichsleiter BKC Asset Management, äußert sich zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Stiftungsfonds BKC Treuhand Portfolio.

Die Verschärfung der globalen Coronakrise habe an den Kapitalmärkten in den letzten Tagen zu weiteren Verwerfungen geführt. Wir hatten bereits länger vor dem Risiko platzender Kapitalmarktbasen gewarnt, unser Szenario der "sieben mageren Jahre" sahen wir stets als notwendigen Korrekturmechanismus für die zuvor aufgebauten, nicht nachhaltigen Übertreibungen und Fehlallokationen von Kapital, so Bernhard Matthes, CFA, Bereichsleiter BKC Asset Management. Das Coronavirus sei somit lediglich die Nadel an der "Alles-Blase". Tempo und Ausmaß der Kapitalmarktverluste seien in vielen Segmenten jedoch nahezu ohne historisches Beispiel. Deshalb wird die Erwartung von "sieben mageren Jahren" mit strukturell niedrigeren Renditen und strukturell höherer Schwankungsintensität der Märkte möglicherweise schneller verarbeitet, als dies zuvor wahrscheinlich schien, so Bernhard Matthes, CFA, Bereichsleiter BKC Asset Management.

Mit den sich abzeichnenden tiefen realwirtschaftlichen Bremsspuren würden die Märkte aktuell einen deflationären Schock einpreisen. Auf ein anhaltend deflationäres Szenario hin hatten wir uns bislang in der Portfoliokonstruktion auch positioniert, u.a. mit noch immer konstruktiven Sichtweisen gegenüber Renten und insbesondere längeren Restlaufzeiten, so Bernhard Matthes, CFA, Bereichsleiter BKC Asset Management. Dieses Szenario komme nun "under Review". Die sehr weitreichenden geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen, welche derzeit als Krisenbekämpfungsreaktion initiiert würden, hätten durchaus das Potenzial, dem deflationären Schock einen (politisch gewünschten) inflationären Schock folgen zu lassen. Wir haben in den Portfolien daher begonnen, einen Umbau vorzunehmen, in unseren Strategien nehmen wir stets die Sichtweise des sehr langfristigen Investors ein, so Bernhard Matthes, CFA, Bereichsleiter BKC Asset Management.

Im Stiftungsfonds BKC Treuhand Portfolio reduziere man selektiv die Duration, baue US-Dollar-Quoten zurück und setze neben temporär höheren Kassequoten nun verstärkt auf inflationssensible Portfoliobausteine wie Gold oder inflationsgeschützte Anleihen, die profitieren würden, wenn ein entsprechender Paradigmenwandel an den Kapitalmärkten zum Konsens würde.

Unsere Reaktionsfunktion ist niemals emotional oder meinungsbasiert, wir agieren gemäß dem Grundsatz "Fakten statt Meinungen", so Bernhard Matthes, CFA, Bereichsleiter BKC Asset Management. Alle Allokationsprozesse seien regelbasiert und prognosefrei. Die Kombination immer noch hoher Bewertungen mit nunmehr gebrochenen Trends habe die entsprechenden Modelle veranlasst, das Aktien-Exposure in den meisten Mischstrategien auf Null abzusenken.

Die Volatilität der Märkte biete aber auch erste Chancen: Durch das Überschreiten technischer Risikogrenzen und regulierungsgetrieben seien unzählige Marktteilnehmer derzeit gezwungen, Zwangsverkäufe zu Tiefstkursen zu tätigen. Dies eröffne Anlegern mit langem Anlagehorizont erste günstige Gelegenheiten, qualitativ hochwertige Vermögenswerte "im Ausverkauf" zu erwerben. (26.03.2020/fc/a/f)





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