Auf diese Anbieter setzen Österreichs Dachfondslenker - Fondsnews


11.09.19 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das Ranking der Top-Subfondsanbieter in den österreichischen Dachfonds hält einmal mehr Überraschungen bereit, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Redaktion sei daher der spannenden Frage nachgegangen, wie sich die Top-Adressen geschlagen hätten - und zeige, wie sich deren Volumen in der Studie entwickelt habe.

Die aktuelle "FONDS professionell" Dachfonds-Studie fördere einmal mehr Beachtliches zutage: Zwar werde das Ranking der stärksten inländischen Zielfondsanbieter per Dezember unverändert von der Raiffeisen KAG mit einem Subfondsvolumen von 4,61 Milliarden Euro angeführt. Dahinter habe sich wieder die Erste Asset Management mit einem Zielfondsvermögen von 4,13 Milliarden Euro platziert. Amundi Austria steuere nunmehr 2,60 Milliarden Euro am heimischen Dachfondsvolumen bei - und müsse sich damit im Gesamtranking der volumensstärksten Zielfondsanbieter mit Rang vier begnügen. Auf dem Siegertreppchen abgelöst worden sei die Tochter des französischen Fondsgiganten indes von der Blackrock-ETF-Sparte iShares.

Das Siegertreppchen der ausländischen Subfondsanbieter sei in der aktuellen Studie per Juni 2019 generell fest in der Hand von passiven Fondsanbietern. Dabei hätten die Sieger eine beachtliche Leistung vollbracht: Alle drei Medaillenträger würden aktuell die Eine-Milliarde-Euro-Grenze knacken.

Diese ausländischen Fondshäuser würden sich im Kampf um die Gunst der österreichischen Dachfondsmanager durchsetzen:

Platz 1: iShares
iShares habe im ersten Semester 378 Millionen Euro zulegen können und sei damit wieder über die Drei-Milliarden-Euro-Schwelle geklettert. Aktuell steuere die BlackRock-Tochter exakt 3,34 Milliarden Euro an Österreichs Dachfondsvolumen bei. Der Branchenprimus lasse damit seine Konkurrenz weit hinter sich.

Platz 2: Amundi ETF
Seit der Übernahme von Pioneer Investments Austria durch Amundi schreibe die passive Schiene des französischen Fondshauses eine unglaubliche Erfolgsstory: Zwischen Juni 2017 und Dezember 2018 sei das Volumen innerhalb Österreichs Dachfonds von 210 Millionen Euro auf 761 Millionen Euro geklettert. Im letzten Halbjahr habe Amundi ETF noch einmal um 421 Millionen Euro auf 1,18 Milliarden Euro zugelegt und sich damit von Platz drei aus auf den zweiten Rang katapultiert.

Platz 3: X-trackers
Der ETF-Ableger der DWS habe bei dieser Erhebung wieder die Ein-Milliarden-Euro-Marke geknackt und bringe nunmehr innerhalb Österreichs Dachfonds 1,04 Milliarden Euro auf die Waage. Dennoch habe ein Anbieter noch stärker zulegen können und X-trackers damit vom zweiten Platz verdrängt.

Platz 4: Schroders
Der aktive Fondsanbieter Schroders habe Volumen einbüßen müssen - im Halbjahresvergleich nämlich von 759 auf 749 Millionen Euro. Damit verpasse Schroders das Siegertreppchen, könne die Platzierung vom vorherigen Semester aber verteidigen.

Platz 5: Lyxor
Lyxor habe einen Platz gutgemacht und sei damit auf dem fünften Rang vertreten. Die Assets innerhalb der österreichischen Dachfonds seien im ersten Semester 2018 zwar leicht gesunken, seither aber wieder kontinuierlich angestiegen.

Platz 6: BlackRock
BlackRock sei es ähnlich wie dem Mitbewerber INVESCO ergangen. Habe der Fondsanbieter im Dezember 2017 noch 881 Millionen Euro am österreichischen Dachfondsvermögen beigesteuert, seien die Assets seither kontinuierlich auf 650 Millionen Euro per Juni 2019 gesunken. Damit sei der Asset Manager um einen Platz abgerutscht.

Platz 7: Amundi
Beim französischen Fondsgiganten Amundi (ohne Amundi Austria und Amundi ETF) seien die Assets hingegen von 670 auf 572 Millionen Euro gesunken. Die Platzierung von Ende 2018 habe das Haus aber dennoch erfolgreich verteidigen können.

Platz 8: UBP AM
UBP Asset Management habe seine Platzierung gegenüber der letzten Dachfondsstudie zum Jahresende um einen Rang verbessern können. Das Zielfondsvolumen sei hier von 443 auf 499 Millionen Euro geklettert.

Platz 9: State Street
State Street sei vor sechs Monaten überhaupt nicht in den Top-Ten der volumensstärksten Zielfondsanbieter in Österreichs Dachfonds vertreten gewesen. Im ersten Semester sei das Dachfondsvermögen aber sprunghaft von 324 auf 490 Millionen Euro gestiegen. Damit sichere sich das Fondshaus bei diesem Ranking den neunten Platz.

Platz 10: INVESCO
INVESCO lande bei der aktuellen Studie per Juni 2019 auf dem zehnten Rang und habe damit zwei Plätze abgeben müssen. Seit eineinhalb Jahr büße die US-Fondsgesellschaft Volumen innerhalb der österreichischen Dachfonds ein. Zwischen Dezember 2017 und Juni 2019 seien die Assets von 632 auf 534 Millionen Euro gesunken. (11.09.2019/fc/n/s)