Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds: 10/2019-Bericht, Wertzuwachs von 1,21% - Fondsanalyse


03.12.19 09:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden. Die Anlage erfolge ausschließlich in Emittenten mit nachhaltigem Profil.

Der Oktober 2019 sei weiterhin von geldpolitischen Diskussionen und der letzten EZB-Zinssitzung unter Mario Draghi geprägt gewesen. Dabei habe dieser nochmals deutlich in den Vordergrund gestellt, dass die Zinsen so lange niedrig bleiben würden, bis auf der Inflationsseite ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen sei. Die Nachfolgerin Draghis und ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, dürfte diese expansive Geldpolitik in gleicher Manier fortführen. Darüber hinaus, und dies sei sicherlich ihrer vorherigen Rolle und ihrem politischen Geschick geschuldet, werde Lagarde versuchen die Regierungschefs im Euroraum auch zu fiskalpolitischen Maßnahmen zu bewegen.

Der Markt nutze die damit anhaltende Erwartung an niedrige Zinsen, um sich weiter zu refinanzieren. So sei am Primärmarkt eine Flut an Neuemissionen zu erkennen gewesen. Dies sei für den Ansatz des Fonds hilfreich, da sich gerade Finanzinstitute im Nachrang nach den regulatorischen Vorgaben neu aufstellen würden. Dies wiederum steigere die Wahrscheinlichkeit, dass alte Formate (wie zuletzt im Falle der Banco Santander in 09/2019) vom Markt genommen würden.

Weiterhin hätten viele Emittenten, in die auch der Aramea Rendite Plus Nachhaltig investiere, ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Dabei sei im allgemeinen Tenor zu erkennen, dass vor allem Bankinstitute weiterhin Herausforderungen sähen auskömmliche Margen zu erzielen. Viele Bankinstitute würden dabei zu Kostensenkungen greifen. Für das Fondsmanagement des Fonds sei jedoch vor allem die Bilanzstabilität im Fokus. Dazu würden unter anderem die Ausstattung mit Eigenkapital (CET1) zur Erhöhung der Stabilität oder der Abbau fauler Kredite gehören. In beiden Bereichen könnten weiterhin Verbesserungen verzeichnet werden, was positiv aus Anleihegläubigersicht sei. Regulatorik zahle sich weiterhin aus. Im vergangenen Monat hätten die Experten von Aramea Asset Management bereits das Ereignis der Banco Santander umschrieben. Die Kündigung einer Floater-Anleihe und der damit einhergehende Kurssprung von 67 auf 100 habe vor allem Signalwirkung auf zahlreiche andere Anleihen gleichen Formats gehabt. Lange Zeit seien Kündigungswahrscheinlichkeiten aus regulatorischen Gründen weit aus dem Geld gepreist worden, sodass eine deutliche Erholung bei zahlreichen Anleihen zu erkennen gewesen sei.

Nachranganleihen hätten im September 2019 eine negative Wertentwicklung gezeigt. Finanzinstitute (Banken & Versicherungen) hätten im Berichtszeitraum nach Lesart des iBoxx Euro Financials Subordinated Index um 0,09% verloren. Diese Performance verteile sich auf den deutlich volatileren Versicherungssektor (0,18%) und Nachranganleihen von Banken (0,03%). Hybridanleihen von Industrieunternehmen hätten eine Wertentwicklung von nahezu unveränderten 0,06% (iBoxx Euro Non-Financials Subordinated Index) erzielt. Im Zeitverlauf betrachtet würden Hybridanleihen von Industrieunternehmen damit im Verhältnis zu erstrangigen Anleihen (Spread) auf historisch tiefen Niveaus notieren. Die Kompensierung der Nachrangrisiken werde bei Industrieunternehmen demnach immer weniger in Form von Rendite vergütet. Diese Entwicklung, getrieben u.a. durch die weiterhin anhaltende Niedrigzinsphase und damit abnehmende Risikoaversion der Kapitalmarktteilnehmer, erachte das Fondsmanagement als Übertreibung, weswegen Hybridanleihen von Industrieunternehmen weiter abgebaut worden seien.

lm Monat Oktober habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus Nachhaltig auf 1,21% belaufen. Die Outperformance gegenüber den Indices könne weiterhin auf die bereits im September beschriebene Erholung bei Floater-Anleihen zurückgeführt werden. In den vergangenen Monaten hätten die Experten von Aramea Asset Management genau dieses Exposure in Floater-Anleihen (der Kupon dieser Anleihen orientiere sich regelmäßig am aktuellen Marktzins), welche vor allem vom sich veränderten regulatorischen Umfeld profitieren würden, immer wieder erwähnt.

Der Schwerpunkt des Fonds liege weiterhin auf stabilen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BBB", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf. "A". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis vier Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst. Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 3,7% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 3,9% auf. Dabei sei zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen solle der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponente liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III & Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen würden. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und daher konsequent abgesichert. (Stand vom 31.10.2019) (03.12.2019/fc/a/f)





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