Aramea Rendite Plus A-Fonds: 05/2020-Bericht, Wertzuwachs von 1,37% - Fondsanalyse


30.06.20 08:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus A soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden.

Der Mai sei für das Segment der Nachranganleihen im Gegensatz zu den Aktienmärkten ziemlich zäh mit etwas Aufwind in der zweiten Maihälfte verlaufen. Erste Investoren hätten interessante Einstiegsgelegenheiten bei den Nachranganleihen wahrgenommen - vor allem bei Unternehmensanleihen. Hybridanleihen von Industrieunternehmen hätten eine Performance von 1,18% gezeigt und damit im Vergleich zu Senioranleihen wieder Boden gutmachen können. Besonders gefragt gewesen sei das High Yield Segment, das um 3,06% habe zulegen können.

Der Risikoappetit für Financials sei dagegen geringer gewesen. Finanzinstitute (Banken und Versicherungen) hätten im Berichtszeitraum per Saldo nur 0,18% höher notiert. Der deutlich volatilere Versicherungssektor habe dabei besser performt als die stabileren Nachranganleihen von Banken. Das dynamische Chancen-Risiko-Profil der CoCos habe sich im Mai in einer Performance von 3,31% widergespiegelt.

Bei Neuemissionen trete langsam eine Belebung ein. Mit der Royal Bank of Scotland habe das erste Finanzinstitut den Hybridmarkt erstmals seit Ausbruch der Marktunruhen erfolgreich mit einer Tier-2 Emission über eine Milliarde Pfund angezapft.

Im Mai habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus (ARP) auf 1,37% belaufen. Wertbeiträge hätten im Mai insbesondere Anleihen der Commerzbank, Mitsubishi UFJ und der Aareal Bank geliefert. Der ARP sei darauf spezialisiert, Sondersituationen am Markt zu antizipieren und sich frühzeitig in den jeweiligen Papieren zu positionieren.

Ein Beispiel dafür sei im Mai das Ausnutzen von zeitweise inversen Zinskurven einiger Emittenten gewesen. Vereinfacht gesprochen bedeute dies, dass man bei kürzeren Laufzeiten höhere Renditen erzielen könne, als bei längeren Laufzeiten des gleichen Emittenten. Ursache dafür sei die Angst, dass Unternehmen nicht vom ersten Kündigungsdatum Gebrauch machen würden und dass der Markt ein hohes Laufzeiten-Verlängerungsrisiko eingepreist habe. Dabei hätten kürzlich mit dem Automobilhersteller Volvo und dem Hotelbetreiber Accor zwei Corporate-Emittenten ihre Bonds zum ersten Kündigungszeitpunkt vom Markt genommen.

Die anhaltende Risikoaversion habe die regulatorische Einflussnahme auf die Bilanzstrukturierung bei Finanzinstituten etwas in den Hintergrund treten lassen. Kündigungswahrscheinlichkeiten bei vielen Papieren erscheinen ausgepreist, so die Experten von Aramea Asset Management. Dies betreffe vor allem die von der Regulatorik betroffenen Nachranganleihen von Banken und Versicherungen. Der noch anhaltende Risk-Off-Modus kreiere interessante Chancen.

Hinsichtlich der aufziehenden Rezession müsse man den Banken zugute halten, dass ihre Kapitalausstattung deutlich besser sei als in der letzten Finanzkrise und Bilanzen qualitativ besser aufgestellt seien. Während wir 2008 eine endogene Krise im Finanzsektor hatten, die auf die Realwirtschaft übergriff, stellt sich die Situation heute invers dar, so die Experten von Aramea Asset Management. Demnach dürften Banken dieses Mal nicht Teil des Problems, sondern der Lösung sein, was den Sektor stärken dürfte. Zudem hätten EZB und Bankenaufsicht regulatorische Erleichterungen beschlossen, um den Sektor bei seiner Aufgabe der Kreditversorgung zu unterstützen.

Der Schwerpunkt des Fonds liege auf stabilen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BBB-", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf "A-". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis vier Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 4,05% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 9,36% auf. An dieser deutlichen Differenz lasse sich die Auspreisung von regulatorisch getriebenen Kündigungen erkennen. Dabei sei weiterhin zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen solle der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponenten liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III & Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen würden. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und würden daher konsequent abgesichert. (Stand vom 31.05.2020) (30.06.2020/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
173,802 € 175,34 € -1,538 € -0,88% 10.07./19:50
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0NEKQ8 A0NEKQ 184,74 € 155,91 €