Apus Capital ReValue-Fonds: 04/2020-Bericht, Wertzuwachs von 15,8% - Fondsanalyse


22.05.20 11:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Sondervermögen des Apus Capital ReValue strebt einen möglichst hohen Wertzuwachs an, so die Experten von Aramea Asset Management.

Dieser solle vorrangig durch Direktinvestments in Aktien erzielt werden. Diese würden aus Wachstumsmärkten und Branchen mit überdurchschnittlich guten Aussichten selektiert. Bei allen Anlageentscheidungen stehe die langfristige Beurteilung des Geschäftsmodells und der Ertragsperspektiven im Vordergrund. Einen Schwerpunkt lege das Fondsmanagement darauf, in Unternehmen zu investieren, die im Wandel von Märkten zu den Gewinnern zählen würden. Der Fonds könne in bestimmten Marktphasen auch in Liquidität halten. Attraktive Unternehmensanleihen könnten beigemischt werden.

Im April 2020 hätten die weltweiten Aktienmärkte nach den dramatischen Kursverlusten des Vormonats eine spürbare Erholung verzeichnet. Ausschlaggebend hierfür seien Hoffnung auf eine verlangsamte Ausbreitung des SARS CoV 2 Virus, erste Erfolgsmeldungen über Medikamente und Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung sowie die massiven fiskalischen und monetären Stützungsprogramme der Regierungen und Notenbanken gewesen. Die durch den Lockdown in zahlreichen Ländern ausgelösten massiven wirtschaftlichen Belastungen seien weitgehend ignoriert beziehungsweise als Einmaleffekte gesehen worden. Hoffnungen gemacht habe dabei auch die sich zunehmend normalisierende Situation in China und Südkorea. Selbst der zeitweise massive Einbruch des Ölpreises habe die Aktienmärkte nur vorübergehend belasten können.

Im Monatsvergleich weise der DAX damit einen Zugewinn von 9,3% auf. Ähnlich stark hätten sich der MDAX +9,5% und TecDAX +9,9% entwickelt. Noch etwas deutlicher sei die Erholung bei den zuvor besonders stark gefallenen kleineren Werten gewesen. So habe der SDAX einen Monatsgewinn von knapp 12% verzeichnet. Deutlich geringer seien die Zuwächse in den anderen großen europäischen Ländern gewesen (UK +4,0%, Frankreich +4,0%, Italien +3,8% und Spanien +2,0%). Der STOXX 50 habe daher nur um 4,5% zulegen können. Hiermit sei die Erholung in Europa deutlich schwächer als in anderen Regionen ausgefallen (S&P 500 +13%, Nikkei +6,8%).

Der APUS Capital ReValue Fonds habe im Berichtsmonat ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt. Mit einem Wertzuwachs von 15,8% habe der Fonds den Wertverlust aus dem Vormonat nahezu ausgleichen und damit auf das Gesamtjahr bezogen seinen Vorsprung gegenüber den wichtigsten Indices (Fonds -6,4% versus DAX -18,0% und STOXX 50 -16,2%) spürbar ausbauen können. Auf der Einzelwertebene hätten insbesondere zahlreiche Titel aus dem Gesundheits- und Technologiebereich zweistellige Kursgewinne verzeichnet. Besonders positiv hätten sich im Berichtsmonat die Firmen Asetek, Biocartis, Faurecia, GK Software, Infineon, Zeal Network, Nordic Semiconductor, Sedana Medical, SÜSS MicroTec, Valneva und wallstreet:online entwickelt, während lediglich vier Werte im April eine negative Performance aufgewiesen hätten.

Das Fondsmanagement habe bei einigen Werten wie Biocartis, Calliditas, 4Basebio und Zeal Network in geringerem Umfang Gewinne realisiert. Mit Blick auf mögliche Auswirkungen der Krise auf die Absatzmärkte hätten die Experten zudem ihr Engagement in SAF-HOLLAND reduziert. Die Positionen in K+S und STS seien angesichts schwieriger Endmärkte und möglicher Refinanzierungsrisiken komplett verkauft worden. Mit dem deutschen Unternehmen Mynaric sei ein Spezialist für satellitenbasierte, abhörsichere Internettechnologie neu ins Portfolio aufgenommen worden. Zum Monatsende weise der Fonds ein Barvermögen von 13,6% auf.

Die Aktienmärkte dürften volatil bleiben. Auch in den kommenden Monaten werde die Entwicklung an der "Virus Front" entscheidenden Einfluss auf die weitere Marktentwicklung haben. Eine zweite Pandemiewelle könnte dabei zu einer neuerlichen Marktkorrektur führen. Darüber hinaus stünden den anhaltend negativen Meldungen aus dem Makroumfeld wie auch der Unternehmensseite die historisch hohen fiskalischen Rettungsmaßnahmen der Regierungen und die umfangreiche Liquiditätszufuhr seitens der Zentralbanken gegenüber. Die Richtung der Märkte sei damit kurzfristig nur schwer einzuschätzen. Vor diesem Hintergrund habe das Fondsmanagement zuletzt wieder einen kleineren Teil des Portfolios abgesichert. Darüber hinaus werde die vergleichsweise hohe Cash Position nur vorsichtig investiert.

Mittelfristig sehen wir aber unverändert gute Chancen für eine deutliche Erholung der Aktienmärkte, so die Experten von Aramea Asset Management. Nach der Corona Krise dürfte es dank der zahlreichen Stützungsmaßnahmen zu einer schnellen und deutlichen Erholung der Weltwirtschaft kommen. Darüber hinaus sollten sich die über längere Zeit niedrigen Zinsen sowie die anhaltend hohe Liquiditätsversorgung der Notenbanken positiv auf die Aktiennotierungen auswirken. Die durch die Krise ausgelösten strukturellen gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen dürften zudem für Unternehmen aus dem Gesundheits- und Technologiesektor neue Wachstumspotenziale eröffnen. Der APUS Capital ReValue Fonds erscheine mit Blick auf seinen Fokus auf diese beiden Branchen und seinen Ansatz in die Gewinner des Wandels für die "Nach Corona Zeit" sehr gut aufgestellt. (Stand vom 30.04.2020) (22.05.2020/fc/a/f)





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