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Analysten: Fondsbranche trotz Widrigkeiten auf Wachstumskurs - Fondsnews


09.08.18 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Trotz steigender Kosten und strikterer Regulierung wird die Fondsbranche weiter wachsen, so die Experten von "FONDS professionell".

Das verwaltete Vermögen werde über die nächsten fünf Jahre weiter zunehmen, würden die Branchenbeobachter des Analysehauses Cerulli Associates meinen. Besonders stark werde das Wachstum in Asien und Lateinamerika ausfallen.

In den Schwellenländern werde eine Steigerung der Einkommen, die entstehende Mittelschicht sowie die zunehmende finanzielle Bildung den Fondsanbietern Mittelzuflüsse bescheren. In den klassischen Industrienationen wiederum speise sich das Wachstum aus einem erweiterten Angebot der betrieblichen Altersvorsorge sowie generell der wachsenden Bedeutung des Sparens für den Ruhestand.

Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten des verwalteten Vermögens würden die Cerulli-Experten in den USA auf 4,8 Prozent schätzen. Für die Region Asien ohne Japan würden die Analysten hingegen auf 15 Prozent kommen. Trotz dieser erheblichen Differenz würden einige Punkte den Markt in allen Regionen gleichermaßen verändern: Die striktere Regulierung drücke die Preise und verschiebe das Mittelaufkommen hin zu passiven Produkten.

Zudem würden Asset Manager in den Industrie- wie auch in den Schwellenländern gleichermaßen auf moderne Technologien zurückgreifen, seien die Analysten überzeugt. Allerdings würden sich die Motive unterscheiden. "Angesichts des anhaltenden Drucks auf die Gebühren greifen in den Industrienationen die Anbieter auf neue Technologien zurück, um ihre Geschäfte effizienter abzuwickeln", erläutere André Schnurrenberger, Europa-Geschäftsführer bei Cerulli Associates. In den Schwellenländern würden Asset Manager die Digitalisierung dagegen nutzen, um neue Kunden in ihre Fonds zu lotsen. (09.08.2018/fc/n/s)