AGI Rentenfonds mit deutscher Vertriebszulassung


05.06.07 10:49
DAS INVESTMENT.com

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Allianz Global Investors (AGI) hat die deutsche Vertriebszulassung für einen geldmarktnahen Rentenfonds erhalten, so die Experten von "DAS INVESTMENT.com".

Der Allianz-Dit Emerging Currencies (ISIN LU0283953882 / WKN A0LGGJ) setze weltweit auf das Aufwärtspotenzial von Schwellenländer-Währungen. Den Fonds manage Michael Discher-Remlinger von der US-Rentenfondsgesellschaft Pimco, einer Allianz-Tochter.

Discher-Remlingers Anlageuniversum umfasse 20 Schwellenländer-Währungen. Zunächst suche er anhand von Fundamentalanalysen die Währungen mit dem größten Aufwärtspotenzial heraus. Statt einfach Anleihen zu kaufen, die auf diese Währungen lauten würden, investiere der Manager über ein kostengünstigeres Zwei-Wege-System: Dazu gehe er mit anderen Marktteilnehmern Devisen-Termingeschäfte ein. Zum Beispiel verpflichte er sich, zu einem bestimmten Termin Polnische Zloty zu einem festen Preis zu kaufen. Damit profitiere er von der Geldmarktverzinsung dieser Währung oberhalb des Zinssatzes Euribor.

Zusätzlich müsse der Fondsmanager die Euribor-Verzinsung selbst einspielen. Das erreiche er, indem er kurz laufende Anleihen von Anbietern aus Schwellenländern kaufe. Dabei kämen sowohl Staats- und Unternehmensanleihen mit unterschiedlicher Bonität in Frage. Außerdem investiere Discher-Remlinger in so genannte Asset Backed Securities (ABS). Das seien verzinsliche Wertpapiere, die Kreditforderungen mehrerer Unternehmen bündeln würden. Um möglichst nah am Geldmarkt zu sein, investiere der Manager in Kurzläufer. Die durchschnittliche Laufzeit seiner Anleihen betrage fünf Monate.

Aufwertungschancen sehe Discher-Remlinger derzeit vor allem beim Polnischen Zloty und dem Singapur-Dollar, die er im Portfolio mit jeweils 10 Prozent gewichtet habe. Die Türkische Lira habe einen Anteil von 9 Prozent, beim Ungarischen Forint seien es 6 Prozent.

Der Fonds habe einen Ausgabeaufschlag von maximal 5 Prozent; aktuell seien es 3 Prozent. Die jährliche Verwaltungsgebühr betrage bis zu 2 Prozent; derzeit seien es 1,1 Prozent. (Ausgabe vom 04.06.2007) (05.06.2007/fc/n/n)




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