VV-Fonds wetzen Scharte vom Vorjahr aus - Fondsnews


02.08.19 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Nach einer äußerst durchwachsenen Anlagesaison 2018 konnten vermögensverwaltende Fonds im ersten Halbjahr 2019 wieder auf breiter Front Gewinne einfahren. Das zeigen Zahlen des Analysehauses Asset Standard, einem Internetportal des Recherche- und Beratungsunternehmen MMD Analyse & Advisory GmbH, so die Experten von "FONDS professionell".

Vor allem die jüngsten Kurszuwächse an den Aktienmärkten hätten sich positiv auf die Portfolios ausgewirkt. "Vermögensverwaltende Fonds konnten die positiven Entwicklungen nutzen und gute Renditen erzielen", sage Nicolai Bräutigam, Analyst bei der MMD.

Der MMD-Index, der die Performance von vermögensverwaltenden Fonds messe, habe bei nahezu allen Einzelkategorien Gewinne festgestellt. Insgesamt hätten die Experten eine durchschnittliche Wertentwicklung von 8,01 Prozent beobachten können. Erfreulich auch: Mit einem Maximalverlust von minus 3,77 Prozent habe selbst das schlechteste offensive Produkt weniger als der DAX verloren. Der habe im ersten Halbjahr einen Maximalverlust von minus 5,53 Prozent hinnehmen müssen.

Anders als im vergangenen Jahr hätten aktienstarke Produkte im Mittel die besten Ergebnisse erzielt. Offensive Fonds hätten eine Halbjahres-Performance von durchschnittlich 10,78 Prozent gezeigt. Dagegen hätten defensive Fonds mit 5,43 Prozent erwartungsgemäß die niedrigsten Gewinne eingefahren. Ausgewogene und flexible Fonds hätten mit Gewinnen von 7,7 und 6,65 Prozent dazwischen gelegen.

Trotz der erfreulichen Entwicklung würden die Experten von Asset Standard zu umsichtigen Anlageentscheidungen raten. Analyst Nicolai Bräutigam warne davor, die vergangene Performance als Hauptkriterium für eine Investmententscheidung zu nutzen. Was diese nicht zeige: Bei vielen Fonds gehe hohe Performance auch mit großen Schwankungen einher. Anleger sollten die langfristige Entwicklung vermögensverwaltender Fonds beobachten und Verlustrisiken beziehungsweise die Qualität der Verlustbegrenzung berücksichtigen. (News vom 01.08.2019) (02.08.2019/fc/n/s)