US-Börsenaufsicht verschiebt Entscheidung über Bitcoin-ETF - Anleger sind zurecht frustriert


08.08.18 14:47
eToro

London (www.fondscheck.de) - Grünes Licht für den geplanten Bitcoin-ETF des Fondsanbieters VanEck durch die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC würde den Startschuss für ein Rennen unter institutionellen Anlegern bedeuten, mit diesem neuen Produkt Kasse zu machen, Matthew Newton, Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, im Kommentar zur Fristverlängerung der Entscheidung über den VanEck-SolidX Bitcoin ETF durch die US-Börsenaufsicht SEC bis zum 30. September 2018.

Daher würden sich viele Marktteilnehmer zurecht frustriert darüber zeigen, dass sich die Entscheidung nun noch weiter hinziehe.

Das wohl größte Fragezeichen für die SEC dürfte indes hinter den Aufbewahrungsmöglichkeiten von Bitcoin stehen. Um die Genehmigung für den ETF erteilen zu können, müsste sie dies in dem Wissen tun, dass der ETF durch tatsächliche Bitcoins abgesichert sei - gespeichert entweder durch die Chicagoer Options-Börse CBOE oder eine dritte Partei.

Die beteiligten Unternehmen müssten sich schnellstmöglich entscheiden, ob sie ihre eigenen Speicherkapazitäten intern entwickeln oder andere Krypto-Institutionen damit betrauen möchten. Vor diesem Hintergrund halten die Experten von eToro in nächster Zeit sogar eine Konsolidierung des Marktes für möglich, bei der kapitalkräftige Finanzhäuser Krypto-Unternehmen aufkaufen. Goldman Sachs denke bereits offen über etwaige Speicherlösungen nach. Demzufolge gelte es, unbedingt weiter die Augen aufzuhalten.

Der nächste große Schritt auf dem Kryptomarkt werde neben der regulatorischen Aufsicht bestimmt durch die Antwort auf die Frage nach der Aufbewahrung von Digitalwährungen. (08.08.2018/fc/n/e)