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Trotz Börsenturbulenzen: Investoren halten an ETFs fest


02.01.19 11:44
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) werden auch 2019 zu den Absatzschlagern in Europa zählen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des auf die Fondsbranche spezialisierten Analysehauses Cerulli Associates, so die Experten von "FONDS professionell".

Sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger hätten trotz der Turbulenzen an den Börsen in den vergangenen Monaten ETFs im Depot belassen, würden die Experten beobachten. Zwar hätten die Indexfolger beim Mittelaufkommen einen Dämpfer kassiert, aber im Großen und Ganzen sei 2018 kein Geld aus dieser Produktgattung geflossen.

"Wir glauben, dass ETFs in Europa eine neue Stufe in ihrer Entwicklung erreichen. Sie beweisen, dass sie das Vehikel der ersten Wahl sind, auch wenn Investoren ihre Portfolios defensiver aufstellen", so André Schnurrenberger, Europa-Geschäftsführer bei Cerulli. Im Zuge des sich eintrübenden Marktumfelds seien immer wieder Stimmen laut geworden, die eine Rückkehr des aktiven Managements prophezeit hätten. Passive Produkte würden bei einem Börseneinbruch ihren Reiz verlieren und insbesondere bei Privatanlegern zu Enttäuschungen führen, habe dieses Lager argumentiert. Demgegenüber könnten aktive Fondsmanager unter Beweis stellen, wie gut sie in der Lage seien, durch schwieriges Terrain zu navigieren.

Doch tatsächlich würden Investoren an Indexfolgern festhalten - zumindest was Kerninvestments angehe. Hier würden die Anleger keine großen Änderungen vornehmen, meine Schnurrenberger. Die günstigen Kosten seien nach wie vor der ausschlaggebende Beweggrund für die Wahl von passiven Produkten.

In Randmärkten hingegen würden Investoren mitunter erwägen, von ETFs in aktive Fonds umzuschichten. "Doch aktive Manager müssen erst die Skepsis überwinden, den der ganze Berg an Studien aufgebaut hat, die zeigen, dass sie ihre Vergleichsbarometer nicht schlagen", führe der Analyst weiter aus. Einige Produkte auf Nischenmärkte hätten allerdings tatsächlich schon Rückschläge erlitten, etwa Indexfolger auf asiatische oder osteuropäische Börsen. (02.01.2019/fc/n/e)