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Topseller oder Flop? Wie die Fondsgruppen ins neue Jahr gestartet sind - Fondsnews


04.02.20 10:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - FONDS professionell ONLINE hat wieder nachgerechnet, wie sich die Mittelaufkommen ausgewählter Fondsgruppen im Jahresvergleich entwickelt haben - und zeigt die Resultate, so die Experten von "FONDS professionell".

Großbritannien habe der Europäischen Union endgültig den Rücken gekehrt, und das Coronavirus beschäftige nicht nur Ärzte, sondern auch Finanz- und Wirtschaftsprofis. Dennoch könne die Fondsbranche laut der Mittelzu- und Abfluss-Statistik von Mountain View mit den ersten Wochen der jungen Investmentsaison zufrieden sein: Immerhin hätten Anleger im Januar unterm Strich knapp 58 Milliarden Euro in Publikumsfonds gesteckt. Das seien laut dieser Erhebung die mit Abstand höchsten Zuflüsse seit 2008 gewesen: Solange würden die Daten des Kärntner Anbieters zurückreichen.

Umso spannender sei nun die Frage, bei welchen Fondsgruppen Anleger zum Jahresauftakt zugegriffen und von welchen sie eher die Finger gelassen hätten. FONDS professionell ONLINE habe sich daher angesehen, wie sich die Mittelaufkommen der wichtigsten Fondsgruppen im Jahresvergleich entwickelt hätten.

Blitz- oder Fehlstart? So hätten sich die Mittelaufkommen diverser Fondsgruppen im Januar entwickelt:

Aktienfonds Emerging Markets
Aktienfonds, die in Schwellenländer investieren würden, hätten im Januar immerhin 1,26 Milliarden Euro einsammeln können. Damit sei der Jahresstart bei weitem besser als im Vorjahr verlaufen, als die Anlagevehikel 716 Millionen Euro einkassiert hätten.

Aktienfonds Japan
Japanische Aktienfonds hätten im Januar 2019 noch Mittelabflüsse in der Höhe von 3,18 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Das neue Jahr sei etwas besser verlaufen: 168 Millionen Euro habe es in die Kassen dieser Fondsgruppe gespült.

Aktienfonds Euroland
Euroland-Aktienfonds hätten im Januar 2018 noch zu den Verkaufsschlagern im Fondsvertrieb gezählt. Die vergangenen beiden Jahre habe die Anlageklasse aber mit einem dicken Minus ins neue Jahr gestartet. Aktuell hätten Anleger 450 Millionen Euro aus den Portfolios abgezogen.

Aktienfonds Europa
Bei den breiter gestreuten Europa-Aktienfonds habe es nicht viel besser ausgesehen. 1,12 Milliarden Euro seien im Januar aus dieser Fondskategorie geflossen. Im Vorjahr habe gar ein Minus von über vier Milliarden Euro zu Buche gestanden.

Aktienfonds Nordamerika
Ebenso wenig beliebt seien derzeit Aktienfonds, die auf nordamerikanische Titel setzen würden. Hätten Anleger vor einem Jahr 1,21 Milliarden Euro aus dieser Fondsgruppe abgezogen, seien es aktuell 232 Millionen Euro gewesen.

Aktienfonds global
Anleger würden derzeit lieber auf die breit investierenden globalen Aktienfonds vertrauen. Mehr als acht Milliarden Euro seien allein im Januar in diese Gruppe gesteckt worden. Zum Vergleich: Im Vorjahr seien es noch 772 Millionen Euro gewesen.

Aktienfonds gesamt
Insgesamt habe es zum Jahresauftakt 8,71 Milliarden Euro in die Kassen der Aktienfonds gespült. Damit seien die Portfolios bei weitem besser ins neue Jahr als 2019 gestartet. Damals hätten Anleger 7,25 Milliarden Euro aus der Fondsgruppe abgezogen.

Anleihenfonds Unternehmen
Rentenfonds, die in Papiere von Unternehmen investieren würden, hätten lange Zeit zu den verpönten Anlageklassen gezählt. Das angelaufene Jahr lasse aber durchaus Optimismus zu: 3,52 Milliarden Euro hätten Anleger in diese Investmentkategorie gesteckt.

Anleihenfonds gemischt
Gemischte Bondfonds hätten im Januar 7,69 Milliarden Euro eingesammelt. Bereits im Vorjahr seien Anleger der Fondsgruppe nicht abgeneigt gewesen. 2,84 Milliarden Euro seien damals in gemischte Anleihenfonds geflossen.

Anleihenfonds gesamt
Unterm Strich hätten Rentenfonds im Januar 11,31 Milliarden Euro eingesammelt. Zum Vergleich: Im Vorjahr hätten sie ein Plus von 3,46 Milliarden Euro verzeichnet.

Mischfonds
Die beliebten gemischten Portfolios hätten im Vorjahresvergleich noch ein Minus von 855 Millionen Euro hinnehmen müssen. Der aktuelle Jahresstart sei Dank einem Plus von 4,54 Milliarden Euro weitaus besser verlaufen. (News vom 03.02.2020) (04.02.2020/fc/n/s)