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Spängler IQAM führt neues Gebührenmodell ein - Fondsnews


08.01.19 13:49
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das Modell Fidelity macht Schule: Nachdem der Fondsriese im vergangenen Jahr mit der sogenannten Fulcrum-Fee weltweit ein erfolgsabhängiges Gebührenmodell eingeführt hat, folgt nun auch der Asset Manager der österreichischen Privatbank Spängler, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Gesellschaft habe für alle ihre Aktienfonds neue Anteilsklassen mit einer leistungsabhängigen Verwaltungsvergütung aufgelegt, heiße es in einer Mitteilung.

Spängler reagiere mit dem neuen Preismodell auf den wachsenden Konkurrenzdruck durch günstige, börsengehandelte Indexfonds (ETFs). "Wir entlohnen damit die Leistung, die passive Indexfonds nicht bieten. Ziel ist eine Verbesserung der Performance und damit eine Erhöhung der Attraktivität unserer Aktienfonds bei institutionellen Investoren", habe Markus Ploner, Geschäftsführer von Spängler IQAM Invest, der Mitteilung zufolge gesagt.

Schlage ein Fonds der Salzburger auf Monatssicht seinen Vergleichsindex, betrage die Gebühr 1,2 Prozent per annum. Liege das Portfolio hingegen hinter der Benchmark, würden nur 0,40 Prozent Kosten anfallen. Als Vergleichsbarometer werde der jeweilige Net Return Index herangezogen. Die entsprechenden Tranchen seien allerdings nur für institutionelle Investoren offen. Das Mindestinvestment beziffere sich auf 7,5 Millionen Euro.

Fidelity International hingegen habe das neue Gebührenmodell auch für Privatanleger geöffnet. Das Interesse sei zwar groß, das Volumen in den entsprechenden Anteilsklassen aber noch recht gering, habe Fidelity-Deutschlandchef Alexander Leisten im Interview mit FONDS professionell ONLINE berichtet. Bei der Fulcrum Fee pendele zudem die Gebührenhöhe um einen Basissatz herum nach oben oder unten - je nachdem, ob der Manager eine Mehrrendite gegenüber der jeweiligen Marktmesslatte herausschlagen könne oder nicht.

Neben Fidelity und nun Spängler hätten auch Alliance Bernstein und Allianz Global Investors bei einigen ihrer Portfolios erfolgsabhängige Gebührenmodelle eingeführt. Bislang hätten die beiden letztgenannten das Konzept aber nur auf dem amerikanischen Markt getestet. Erst kürzlich hätten die Experten des auf die Fondsbranche spezialisierten Researchhauses Cerulli Associates prophezeit, dass im Zuge des Preisdrucks im Asset Management erfolgsabhängige Gebührenmodelle stärker Einzug halten dürften. (08.01.2019/fc/n/s)