Scope bewertet den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen mit der Top-Rating Note "B"


10.02.20 14:30
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Scope Analysis hat den Mischfonds mit Europa-Schwerpunkt Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen analysiert, so die Experten von Scope Analysis.

Der im Januar 2008 aufgelegte Fonds erhalte das Top-Rating B ("gut"). Er gehöre damit zum besten Drittel der Fonds aus der Peergroup "Mischfonds Europa dynamisch".

Zum Fonds:

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen investiere in globale Aktien mit Schwerpunkt auf der DACH-Region. Der Anteil europäischer Titel betrage dabei mehr als zwei Drittel des Portfolios, weswegen der Fonds in der Vergleichsgruppe "Mischfonds Europa dynamisch" geführt werde. Der Ansatz berücksichtige sämtliche Marktkapitalisierungen, mit einem Schwerpunkt im Small-Cap-Bereich (aktuell 44% des Portfolios). Darüber hinaus werde die Investitionsquote flexibel zwischen 0 und 100% gesteuert. Per Ende Dezember 2019 habe die Aktienquote des Fonds bei 89% gelegen, im langjährigen Mittel habe sie sich bei 70% bewegt.

Die Shareholder Value Management AG mit Hauptsitz in Frankfurt sei im Jahr 1999 gegründet worden. Das Unternehmen befinde sich im Eigentum der Gründer und leitenden Angestellten. Haupteigentümer seien Frank Fischer CEO und CIO, Gründungsmitglied Reiner Sachs sowie die vom 2011 verstorbenen Günter Weispfennig gegründete gemeinnützige Share Value Stiftung. Die Shareholder Value Management AG beschäftige ein Investmentteam von 14 Mitarbeitern. Sie würden aktuell ein Vermögen von 2 Milliarden Euro verwalten, wovon der größte Teil im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen investiert sei. Das Unternehmen biete insgesamt vier Publikumsfonds an mit Schwerpunkt auf vermögensverwaltende Aktienstrategien mit Fokus auf Nebenwerte aus der DACH-Region. Administrative Aufgaben der Gesellschaft und Teile des Risikomanagements seien an die Axxion S.A. ausgelagert.

Frank Fischer sei seit Auflegung des Fonds am 15.01.2008 verantwortlicher Fondsmanager. Er sei Value-Investor und verfüge über langjährige Erfahrung im Bereich europäischer Nebenwerte. Fischer habe sich seit 2008 mit dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen einen überzeugenden langfristigen Track Record aufgebaut. Er sei selbst in die Strategie investiert und größter Eigentümer der Shareholder Value Management AG, was seine Interessen, mit denen der Anleger in Einklang bringe.

Im Fonds existiere zwar weiterhin ein gewisses Schlüsselpersonenrisiko, dieses habe Fischer jedoch in den letzten Jahren vermindern können. Seit 2017 werde er durch Co-CIO Ulf Becker auf der Makroseite unterstützt. Im Jahr 2018 habe Ralf Baumann, wie Fischer ein langjähriger passionierter Value-Investor, die Rolle als Head of Equity Research übernommen. Darüber hinaus sei das Manager- und Analystenteam seit 2013 sukzessive ausgebaut worden.

Die Aktienauswahl im Fonds sei fundiert. Sie fuße auf den Erkenntnissen des Value-Investing und der Economic Moats Theorie. Die guten Ergebnisse der Aktienauswahl aus der Vergangenheit würden von Scope zu einem großen Teil als wiederholbar eingeschätzt. Der in den letzten Jahren auf zuletzt knapp 40% gesunkene Anteil an Small Caps im Portfolio zugunsten von Large Caps könne die Dynamik das Fonds im Vergleich zur Historie dämpfen, da Small Caps in der Regel über ein höheres Renditepotenzial als Large Caps verfügen würden.

Der Investmentprozess lasse dem Manager größtmögliche Freiheiten, seine Strategie unabhängig von einer Benchmark umzusetzen. Die Investitionsgradsteuerung sei in den letzten Monaten nach schwachen Ergebnissen in den Jahren 2018 und 2019 überarbeitet worden. Die Entscheidungsfindung stütze sich auf ein Modell mit einer Vielzahl an Inputfaktoren inklusive Erkenntnissen aus der Behavioural-Finance-Theorie und Charttechnik, werde jedoch final diskretionär vorgenommen. Alle Input-Faktoren seien in den letzten Monaten umfangreichen Backtests unterzogen worden. Danach sei das Modell neu aufgesetzt worden und müsse sich noch bewähren.

Ratingbegründung
Die gute Bewertung des Fonds sei vor allem auf folgende Gründe zurückzuführen:

- Scope halte den Prozess für die Aktienauswahl für theoretisch fundiert und gut umgesetzt.
- Fondsmanager Frank Fischer verfüge über langjährige Erfahrung als Nebenwerteinvestor, insbesondere in der DACH-Region. Durch den Ausbau des Teams in den letzten Jahren habe sich das Schlüsselpersonenrisiko vermindert.
- Während die kurzfristige Performance schwächer ausfalle, sei die langfristige Performance weiterhin hervorragend. Seit Auflegung im Januar 2008 liege der Fonds mit einer Performance von 8,2% p.a. deutlich über dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe "Mischfonds Europa dynamisch" (4,6% p.a.).
- Die Volatilität des Fonds über drei Jahre habe mit 8,4% über dem Peergroup-Durchschnitt mit 7,8% gelegen. Über fünf Jahre sei sie mit 8,8% gegenüber 9,0% leicht geringer ausgefallen, dafür sei der maximale Verlust des Fonds mit 12,8% etwas höher als der Konkurrenzdurchschnitt mit 12,0% gewesen.

Die Scope-Analysten würden die Analyse des Fonds am 20.02.2020 um 11:30 Uhr in einer Telefon- und Webkonferenz vorstellen. Teilnehmer könnten nach einer kurzen Präsentation Fragen zum Fonds und zum Rating stellen. (10.02.2020/fc/n/s)






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