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Privatanleger stecken jeden Monat 200 Millionen Euro in ETF-Sparpläne - ETF-News


14.01.20 14:26
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der ETF-Privatanlegermarkt in Deutschland hat einen neuen Meilenstein erreicht, so die Experten von "FONDS professionell".

Das Volumen, das über Sparpläne Monat für Monat in ETFs fließe, habe erstmals die Marke von 200 Millionen Euro überschritten. Im Dezember 2019 habe es bei 203,9 Millionen Euro gelegen, zeige eine Erhebung von "ExtraETF-Research" bei zehn Banken und Online-Brokern.

Damit sei das Volumen allein im Vergleich zum Vormonat um gut 5,9 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Zu Jahresbeginn 2019 habe das monatliche Sparplanvolumen noch bei 120,9 Millionen Euro gelegen, Anfang 2017 sogar nur bei 56,5 Millionen Euro. Damit habe sich diese Zahl binnen drei Jahren fast vervierfacht.

Ähnlich stark steige die Zahl der ETF-Sparpläne: Mittlerweile zähle das Analysehaus 1,255 Millionen solcher Verträge - im Januar 2017 seien es nur rund 330.000 gewesen. Im Juni vergangenen Jahres seien "ExtraETF-Research" erstmals mehr als eine Million ETF-Sparpläne gemeldet worden.

Die durchschnittliche Sparrate liege aktuell bei 162,50 Euro pro Ausführung. Insgesamt hätten die Privatkunden der zehn Institute, die an der Erhebung teilnähmen, 30,7 Milliarden Euro in ETFs investiert. Das entspreche einem Plus von 63,2 Prozent zum Vorjahr. Dieser Zuwachs basiere allerdings nicht nur auf der Tatsache, dass immer mehr Privatanleger zu ETFs greifen würden, sondern auch auf den stark steigenden Aktienkursen des vergangenen Jahres.

Die Zahlen würden unterstreichen, wie stark ETFs an Popularität gewinnen würden. Dabei bilde die Erhebung nur einen Teil des Privatanlegermarktes ab: Auch andere Institute, etwa die Targobank oder die HypoVereinsbank, würden von einem wachsenden ETF-Geschäft berichten, wie jüngst eine Umfrage von "FONDS professionell" zum ratierlichen Wertpapiersparen gezeigt habe. (14.01.2020/fc/n/e)