Erweiterte Funktionen

Morningstar: Anleger rennen ETF-Anbietern die Türen ein - ETF-News


09.01.20 12:57
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Im vergangenen Jahr hat die Nachfrage nach börsengehandelten Indexfonds die des bisherigen Rekordjahres 2017 noch einmal deutlich übertroffen, so die Experten von "FONDS professionell".

Sowohl die Mittelzuflüsse als auch das verwaltete Vermögen hätten neue Gipfel erreicht, melde Morningstar. Verglichen mit Ende 2018 sei das in ETFs europaweit verwaltete Vermögen um 40 Prozent gestiegen, von 658 auf 923 Milliarden Euro. Davon seien "nur" 136 Milliarden Euro einem marktbedingten Wertanstieg zu verdanken gewesen, 107 Milliarden Euro seien den Produkten de facto neu zugeflossen. Insgesamt seien die "Passiven" damit deutlich stärker gewachsen als aktiv verwaltete Fonds.

Das meiste Geld sei 2019 in Aktien- und Renten-ETFs geflossen. "Bemerkenswert ist dabei, dass Renten-ETFs höhere Zuflüsse verbuchten als ihre aktiven Anleihe-Pendants", sage Morningstar-Chefredakteur, Ali Masarwah. Größter Profiteur des Booms sei Marktführer iShares gewesen. Die BlackRock-Tochter habe mit ihren ETFs rund 49 Milliarden Euro einsammeln können und ihren Marktanteil so von 43,3 auf 44,3 Prozent gesteigert.

Der Marktanteil des zweitgrößten europäischen ETF-Anbieters, der DWS-Tochter x-Trackers, sei simultan indes von 11,3 auf 10,7 Prozent gesunken. Auch die Dritte im Bunde, die ETF- und Indexfondssparte der Société Générale Lyxor, habe einschließlich der jüngst übernommenen Comstage verloren, wohingegen UBS und Amundi hätten zulegen können.

Schaue man auf die Kategorie-Ebene, seien im vergangenen Jahr vor allem ETFs auf globale und amerikanische Standardwerte-Indices beliebt gewesen. "Die herausragende Performance des US-Aktienmarktes, der Haupttreiber auch bei globalen Aktien-Produkten, erwies sich 2019 als Magnet", berichte Masarwah.

Bei Indexfonds auf deutsche Standardwerte habe es deutlich schlechter ausgesehen: DAX-ETFs hätten Abflüsse in Höhe von 4,3 Milliarden Euro verzeichnet und sich damit im vergangenen Jahr am schlechtesten entwickelt. Auch Indexfonds auf Eurozone-Standardwerte sowie ETFs auf französische Large Caps hätten hohe Abflüsse hinnehmen müssen. (09.01.2020/fc/n/e)