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Money Monitor Oktober 2021: Rekordjahr mit weiterhin hoher Nachfrage nach Aktien


22.11.21 14:33
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Der Oktober war ein hervorragender Monat für Risikoanlagen: Der S&P 500 verzeichnete ein Plus von 6,9 Prozent und erreichte damit ein neues Rekordhoch, so die Experten von Lyxor Asset Management.

Trotz zunehmender Inflationssorgen hätten Aktien und festverzinsliche Wertpapiere durchweg solide Zuflüsse verzeichnet.

ETFs hätten in Europa im Oktober 2021 insgesamt 10,4 Milliarden Euro eingesammelt, was die Zuflüsse im laufenden Jahr auf einen neuen Rekordwert von 138 Milliarden Euro habe ansteigen lassen. Anleihen- und Aktien-ETFs hätten 0,9 Milliarden Euro und 9,7 Milliarden Euro eingesammelt.

ESG-ETFs hätten dank Zuflüssen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro weiter an Dynamik gewonnen und hätten damit mehr als die Hälfte der gesamten Zuflüsse in ETFs im Oktober ausgemacht.

Smart-Beta-ETFs hätten 0,7 Milliarden Euro eingesammelt, wobei der Löwenanteil der gesamten Zuflüsse auf Anlagen in Qualitätstitel entfallen sei. Dies deute auf eine zunehmende Vorsicht bei den Anlegern hin.

Anleihenfonds und -ETFs hätten zusammen 26,4 Milliarden Euro an Nettomittelzuflüssen verzeichnet, davon seien 25,5 Milliarden Euro auf offene Fonds und 0,9 Milliarden Euro auf ETFs entfallen. Die Gelder seien hauptsächlich in defensive Anlagen geflossen, während Schwellenländer- und Hochzinsanleihen an Boden verloren hätten.

Aktienfonds und -ETFs hätten sich über Netto-Neugeldzuflüsse in Höhe von 31,4 Milliarden Euro freuen dürfen. Davon seien 21,7 Milliarden Euro in Fonds und 9,7 Milliarden Euro in börsengehandelte Investmentfonds geflossen. Die Anleger hätten weiterhin ein gut diversifiziertes Engagement in Industrieländer bevorzugt. Technologie-, Energie- und Finanzwerte seien ebenfalls gefragt gewesen.

Das aktuelle Angebot an thematischen Fonds und ETFs sei extrem breit, vielfältig und ziele darauf ab, säkulare Trends abzubilden, wie zum Beispiel die Digitalisierung der globalen Wirtschaft, den demografischen und sozialen Wandel, die weiter zunehmende Verstädterung, technologische Durchbrüche sowie Klimawandel und Ressourcenknappheit.

Auch wenn diese Megatrends keine Anlagethemen im klassischen Sinne darstellen würden, würden sich hieraus mehrere Investmentschwerpunkte ableiten lassen, wie zum Beispiel Alternative oder Neue Energie, Wasser, Robotik und Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Mobilität der Zukunft, Disruptive Technologien und Millennials, also das veränderte Konsumverhalten der jüngeren Generationen.

In Europa seien derzeit 38 Milliarden Euro in thematischen ETFs angelegt. 138 Milliarden Euro würden auf thematische Fonds entfallen. Die Mehrheit der Investments würden sich auf die Themen Digitalisierung, Wasser, Alternative oder Neue Energien und Disruptive Technologien verteilen.

Die durchschnittliche Wertentwicklung der Fonds über ein Jahr, die auf diese Themen setzen würden, sei überzeugend gewesen, wenngleich auch eine große Streuung der Renditen zu beobachten gewesen sei. So hätten beispielsweise Anlagethemen wie Digitalisierung der Wirtschaft oder Disruptive Technologien im Durchschnitt eine sehr starke Wertentwicklung erzielen können. (22.11.2021/fc/n/e)