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Mega-Fusion bei Österreichs Asset Managern - Fondsnews


06.11.18 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Lange wurde es schon gemutmaßt, nun hat die größte österreichische Fondsgesellschaft Erste Sparinvest tatsächlich mit ihrer kleinen Mutter Erste Asset Management fusioniert, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Erste Sparinvest Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. (Espa), führende Fondsgesellschaft Österreichs, habe mit ihrer kleinen Mutter Erste Asset Management GmbH (EAM) fusioniert. Das habe die EAM in einer Aussendung mitgeteilt. Die nationale Finanzmarktaufsicht FMA habe demnach den Zusammenschluss bereits genehmigt. Die Verschmelzung sei mit der Eintragung ins Firmenbuch am 3.11.2018 wirksam geworden und erfolge (buchhalterisch) rückwirkend zum 31.12.2017.

Die Strukturbereinigung mache in zweierlei Hinsicht Sinn. Zum einen seien seit langem Mutter und Tochter bei Marktauftritt oder Onlinepräsentation kaum mehr zu unterscheiden gewesen. Zum anderen zeige aber auch der Blick auf die Rangliste der österreichischen Asset Manager, dass es für die EAM Grund gegeben habe, gerade jetzt zu handeln: Die Tochter Espa habe nach der Verschiebung eines Fondsmantels innerhalb der Vermögensverwaltung der Erste Group einen Rückgang bei den Assets under Management zu verzeichnen: Statt gut 34 Milliarden Euro im Jahr 2017 seien es aktuell gut 32 Milliarden Euro. Die heimische Nummer zwei, die Raiffeisen KAG, sei hingegen laut Daten des nationalen Fondsverbands VÖIG von 30,6 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 31,2 Milliarden angewachsen.

Nach der Fusion würden keine Diskussionen bleiben, wer die Nummer Eins sei. Die EAM, die laut VÖIG einen Marktanteil von derzeit 3,19 Prozent habe, komme mit den 18,44 Prozent der Espa auf 21,63 Prozent. Bei der Raiffeisen KAG seien es 17,98 Prozent. Allerdings könnte sich dieses Karussell weiter drehen. Die Raiffeisen KAG besitze zum Beispiel bereits 75 Prozent an der Raiffeisen Salzburg Invest KAG (0,7 Prozent Marktanteil). Im Raiffeisensektor gebe es außerdem mit der Kepler Fonds KAG (8,93 Prozent Martkanteil), die zu 64 Prozent der RLB-OÖ gehöre, noch eine eigenständige Kapitalanlagegesellschaft.

"Die Verschmelzung ist ein logischer Schritt in Richtung Vereinfachung der Organisationsstruktur des Asset Managements in der Erste Bank Gruppe und ermöglicht einen einheitlichen Auftritt an unseren Standorten und bei unseren Vertriebsaktivitäten", betone Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der EAM. Die Zusammensetzung der Geschäftsführung der EAM bleibe unverändert und bestehe aus Heinz Bednar (CEO), Winfried Buchbauer, Wolfgang Traindl und Peter Karl.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Espa würden in die EAM übernommen. Das gelte auch für die Organisationseinheiten mit ihren Führungskräften. Sämtliche von der Espa verwalteten Investmentfonds und somit das gesamte von der Espa verwaltete Fondsvermögen in der Höhe von 32,1 Milliarden Euro (Stand per 29.9.2018) werde ab der Wirksamkeit der Verschmelzung von der EAM verwaltet. Die Investmentfonds der Espa würden wie bisher weitergeführt, das gelte auch für die Fondsnamen. Für die Anlegerinnen und Anleger der Espa-Investmentfonds würden sich aus der Verschmelzung keine Veränderungen ergeben, heiße es. (06.11.2018/fc/n/s)