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Japanische Großbank zahlt Milliardenbetrag für Asset Manager - Fondsnews


05.11.18 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Eigentlich hätte die Fondsgesellschaft First State Investments dem Beispiel von DWS oder Amundi folgen und an die Börse gehen sollen, so die Experten von "FONDS professionell".

Doch der Eigner, die Commonwealth Bank of Australia, entscheide sich anders und verkaufe die Tochter.

Die japanische Großbank Mitsubishi UFJ übernehme die Fondsgesellschaft First State Investments. Die asiatische Finanzriese zahle dafür 4,1 Milliarden australische Dollar (AUD) (rund 2,6 Milliarden Euro) an die First-State-Mutter Commonwealth Bank of Australia. Dies hätten die Unternehmen mitgeteilt. Die weltweit präsente Fondsgesellschaft habe ein Vermögen von rund 213 Milliarden australischen Dollar (135 Milliarden Euro) verwaltet.

Parkett-Pläne gekippt

Die größte Bank Australiens habe ihren Asset-Management-Ableger ursprünglich an die Börse bringen wollen - zusammen mit ihrem Wealth-Management- und dem Hypothekenmakler-Geschäft. Diese Pläne sei das Institut jedoch im Sommer gekippt. Stattdessen habe das Geldhaus mit Sitz in Sydney gesondert Käufer für die Fondsgesellschaft gesucht. Die Commonwealth Bank of Australia habe die 1988 gegründete First State Investments im Jahr 2000 übernommen.

Die japanische Finanzgruppe, die zu den größten der Welt gehöre, wolle den australischen Asset Manager in ihre Vermögensverwaltungseinheit eingliedern. Diese verwalte 650 Milliarden US-Dollar (rund 570 Milliarden Euro) an Vermögen. Die Japaner hätten aber angekündigt, First State auch künftig als eigenständige Einheit operieren zu lassen. Das Führungsteam werde ebenfalls nicht ausgewechselt, Vorstandschef Mark Steinberg solle das Haus weiter leiten. (05.11.2018/fc/n/s)