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Insiderverdacht: Fondsmanager in Untersuchungshaft - Fondsnews


07.09.20 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Mitarbeiter von Union Investment, dem Insiderhandel vorgeworfen wird, sitzt in Untersuchungshaft, so die Experten von "FONDS professionell".

Einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatts" habe die Staatsanwaltschaft Frankfurt auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE bestätigt.

Es habe außerdem "Sicherungsmaßnahmen" gegeben - die Justiz habe also Vermögen arrestiert. Dass der Verdächtige in Untersuchungshaft sitze, spreche dafür, dass die Ermittler Flucht- oder Verdunkelungsgefahr sehen würden.

Union Investment habe den Fondsmanager mit sofortiger Wirkung freigestellt, wie vergangene Woche bekannt geworden sei. Ihm werde vorgeworfen, über Monate hinweg auf privaten Depots außerhalb der Systeme des Unternehmens verbotene Insidergeschäfte abgewickelt "und sich so in erheblichem Maße unrechtmäßig bereichert zu haben", wie der Asset Manager der genossenschaftlichen Finanzgruppe mitgeteilt habe.

Mittlerweile sei klar, um welche Summen es sich handeln solle: "Es geht um fragwürdige Gewinne von neun Millionen Euro", zitiere das "Handelsblatt" einen Sprecher der Behörde. Auch diese Information sei FONDS professionell ONLINE von der Behörde bestätigt worden.

Der Fondsmanager habe offensichtlich bei mehreren Banken über private Depots in großem Stil mit Aktien gehandelt. Die Geschäfte seien so auffällig gewesen, dass die Institute die Transaktionen bei der Finanzaufsicht BaFin angezeigt hätten.

"Wir haben mehrere Verdachtsmeldungen von meldepflichtigen Instituten erhalten, denen wir im Hinblick auf Insiderhandel nachgegangen sind", zitiere die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" einen BaFin-Sprecher. Am 21. August habe die Behörde die entsprechenden Informationen dann an die Staatsanwaltschaft Frankfurt übermittelt. Etwa zwei Wochen später hätten die Ermittler dann Büroräume in der Union-Investment-Zentrale und das Haus des Beschuldigten durchsucht. (07.09.2020/fc/n/s)