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Generali will bei französischer Fondsboutique zuschlagen - Fondsnews


10.09.18 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Generali plant, über ihren Investmentarm die Mehrheit an der französischen Sycomore Asset Management zu übernehmen, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Gründer der Fondsboutique würden aber weiter Aktionäre bleiben - ebenso wie die Mitarbeiter, die ihre Beteiligung an der Gesellschaft erhöhen würden. Das Sycomore-Team, das Rankings von Morningstar als eine der besten Anbieter von Rentefonds ausweise, werde nach Abschluss der Transaktion zudem weiterhin unabhängig die Strategie und den Betrieb des Unternehmens führen, Das gehe aus Mitteilungen beider Gesellschaften hervor.

Die Übernahme sei Teil der im Mai 2017 angekündigten Strategie des italienischen Versicherungsriesen, eine europäische Multi-Boutique-Asset-Management-Plattform zu schaffen. Die einzelnen Boutiquen würden vom hauseigenen Vermögensverwalter Generali Investment Manager koordiniert. Damit wolle Generali in Zeiten von Minizinsen seine auf Gebühren basierenden Erträge aus dem Asset Management steigern. Erst vor ein paar Wochen habe Generali-Vorstandschef Philippe Donnet gesagt, dass seine Gesellschaft angesichts einer prall gefüllten Kriegskasse auf der Suche nach Kaufmöglichkeiten sei.

Die auf nachhaltige Investment spezialisierte und 2001 gegründete Fondsboutique Sycomore wiederum erhoffe sich von der Partnerschaft die nötigen Ressourcen, um stärker zu wachsen: "Diese Allianz mit der Generali ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Entwicklung und soll es uns ermöglichen, die Referenz für nachhaltige Investments in Europa zu werden", so Emeric Préaubert, Gründungspartner von Sycomore Asset Management. "Wir sind mehr denn je von seinem Ziel überzeugt: Renditen zu erzielen und den Investitionen seiner Kunden einen Sinn zu geben. Zu diesem Zweck bleiben die Gründer bedeutende Aktionäre und die Mitarbeiter werden ihre Beteiligung an dem Unternehmen erhöhen." (10.09.2018/fc/n/s)