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Fünf-Jahres-Check: Diese Fondsgruppen sind die Absatzrenner - Fondsnews


04.12.17 10:45
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - "FONDS professionell" hat wieder überprüft, wie sich die Mittelaufkommen ausgewählter Fondsgruppen in den letzten Monaten entwickelt haben, so die Experten von "FONDS professionell".

Zum Jahresende steige der Risikoappetit bei den Großanlegern noch einmal kräftig an. Das zeige die jüngste Fondsmanager-Umfrage der Bank of America Merrill Lynch vom November. Demnach sei der Bargeldbestand bei den Geldverwaltern mit 4,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2013 gesunken - und unter den Zehn-Jahresdurchschnitt von 4,5 Prozent. Dabei hätten die Fondsprofis auf eine breite Streuung gesetzt: Netto 49 Prozent hätten angegeben, derzeit globale Aktien übergewichtet zu haben. Japan folge mit netto 32 Prozent.

Großes Störpotenzial würden die Fondsmanager übrigens bei den Notenbanken sehen: Netto 27 Prozent hätten geldpolitische Überraschungen als massive Bedrohung für den Kapitalmarkt genannt.

Den meisten hauptberuflichen Renditesuchern sei insgeheim bewusst, dass Dividendentitel nicht mehr zu absoluten Schnäppchenpreisen zu haben seien. Doch ebenso wie ihren Geldgebern fehle es angesichts des hartnäckigen Minzinsumfelds schlicht und ergreifend an ernstzunehmenden Anlagealternativen, die mehr zu bieten hätten als einen reinen Inflationsausgleich.

Top oder Flop? So hätten sich ausgewählte Fondsgruppen in den vergangenen fünf Jahren entwickelt:

Aktienfonds Emerging Markets
Aktienfonds, die in Schwellenländer investieren würden, hätten in den vergangenen beiden Jahren über 17 Milliarden Euro einsammeln können.

Aktienfonds Japan
Japanische Aktienfonds hätten gemessen an den Mittelzuflüssen im September und Oktober einen Höhenflug erlebt. Auf Jahressicht dürfte Nippon allerdings keine Rekorde verzeichnen. Schon im November habe die Region wieder Abflüsse von über drei Milliarden Euro hinnehmen müssen.

Aktienfonds Euroland
Verbesserte Wachstumsaussichten und eine sinkende Arbeitslosenrate hätten Euroland-Aktienfonds seit Jahresbeginn 5,5 Milliarden Euro an Zuflüssen beschert.

Aktienfonds Europa
Weniger gut sehe es hingegen bei europäischen Aktienfonds aus. Nachdem die Gruppe im Jahr 2016 Abflüsse in Höhe von über 30 Milliarden Euro habe hinnehmen müssen, sehe es auch im aktuellen Jahr mit einer Milliarde Euro recht mager aus.

Aktienfonds Nordamerika
Die Mittelabflüsse in nordamerikanische Aktienfonds würden indes nicht abreißen. Seit 2015 würden kontinuierlich Gelder aus der Gruppe abfließen.

Aktienfonds global
Breit gestreute Aktienportfolios seien dafür im aktuellen Jahr die Absatzrenner gewesen. Sie hätten laut der Statistik von Mountain View im aktuellen Jahr die höchsten Zuflüsse seit Beginn der Erhebung im Jahr 2008 verzeichnet.

Aktienfonds gesamt
Insgesamt sei es im aktuellen Jahr für Aktienfonds recht gut gelaufen. Nach zwei mageren Jahren hätten sie insgesamt 17,7 Milliarden Euro eingesammelt. Vom Höchstand im Jahr 2013, als Anleger Aktienfonds knapp 44 Milliarden Euro anvertraut hätten, sei man dennoch noch weit entfernt.

Anleihenfonds Unternehmen
Auch Unternehmensanleihenfonds hätten schwache Jahre hinter sich. Aktuell sei es mit Zuflüssen von zwölf Milliarden Euro etwas besser gelaufen.

Anleihenfonds Staaten
Weniger überraschend würden Staatsanleihenfonds für Anleger überwiegend unattraktiv bleiben. Drei Jahre in Folge habe die Kategorie Abflüsse hinnehmen müssen.

Anleihenfonds gesamt
Insgesamt hätten Anleihenfonds im aktuellen Jahr die stolze Summe von110 Milliarden Euro einsammeln können.

Mischfonds
Gemischte Portfolios würden die Lieblinge der Anleger bleiben. Knapp 58 Milliarden Euro hätten Investoren in diese Fondsgruppe investiert. (News vom 01.12.2017) (04.12.2017/fc/n/s)