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Franklin Templeton pusht ETF-Geschäft mit Direktbank-Kooperation - ETF-News


07.12.17 15:17
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Onlinebroker Comdirect hat sein Angebot an besonders günstig zu handelnden ETFs angepasst, so die Experten von "FONDS professionell".

Comstage, die Indexfonds-Sparte des Mutterkonzerns Commerzbank, beende die Aktion zum Jahresende. Neu dabei seien ab 2018 ausgewählte ETFs von Lyxor, Xtrackers, Vanguard und - besonders bemerkenswert - Franklin Templeton. Das letztgenannte US-Haus sei Anlegern vor allem als Anbieter aktiv verwalteter Fonds bekannt. Seit September sei der Anbieter aber auch mit Smart-Beta-ETFs auf dem europäischen Markt vertreten.

Insgesamt biete Comdirect 90 sogenannte "Top-Preis-ETFs" an. Sparpläne auf diese Indexfonds seien kostenfrei, bei der Einmalanlage würden nur 3,90 Euro je Kauf anfallen. Die ETF-Anbieter würden die Onlinebroker bei solchen Aktionen in der Regel finanziell unterstützen. Sie würden auf stabile Zuflüsse von Privatanlegern hoffen, die den Fonds auch in volatileren Phasen treu bleiben würden. Dieses Investment zur Neukundengewinnung solle sich mit der Zeit über die Managementgebühr amortisieren.

Xtrackers und Lyxor würden zu den etablierten Spielern am deutschen ETF-Markt zählen. Vanguard habe seine Fonds im Oktober an der Frankfurter Börse listen lassen, um den Marktanteil in Deutschland auszubauen. Franklin Templeton versuche, mit der Marketingaktion sein ETF-Angebot bei Privatanlegern bekannter zu machen.

Inzwischen würden verschiedenste Kundengruppen ETFs nachfragen, berichte Peter Stowasser, Leiter des Retail-Vertriebs von Franklin Templeton in Deutschland. "So gibt es mittlerweile auch eine Vielzahl von Privatanlegern, die nicht nur in marktgewichtete ETFs investieren wollen, sondern sich auch für Smart-Beta-ETFs interessieren", so Stowasser auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE. "Eine etablierte Onlinebank wie die Comdirect vergrößert unsere Reichweite und hilft uns bei der Vermarktung unseres ETF-Angebots."

Dass sich Comstage nicht mehr an der Offerte der konzerneigenen Direktbank beteilige, möge manchen Branchenkenner verwundern. "Es handelt sich hierbei um eine Aktion, die wir zum Jahresende beenden, da wir unsere mit diesem Angebot verbundenen Ziele erreicht haben", berichte Comstage-Chef Thomas Meyer zu Drewer auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE.

Kunden könnten weiterhin Comstage-ETFs als Einzelinvestment oder Sparplan über die Comdirect erwerben, betone Meyer zu Drewer, "nur eben nicht mehr im Rahmen dieser Aktion". Die Commerzbank habe vor gut einem Jahr bekannt gegeben, sich von ihrer ETF-Sparte trennen zu wollen. (07.12.2017/fc/n/e)