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Fondsriesen verwalten mehr Kundengelder denn je - Fondsnews


06.11.18 11:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die großen Asset Manager wachsen weiter, so die Experten von "FONDS professionell".

Die 500 größten Gesellschaften der Welt hätten das verwaltete Vermögen im Vorjahr um 15,6 Prozent auf knapp 94 Billionen US-Dollar (82,5 Bn. Euro) steigern können. Spitzenreiter sei weiterhin BlackRock (5,5 Bn. Euro) vor Vanguard (4,3 Bn. Euro) und State Street Global (2,5 Bn. Euro), so eine Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson.

Die Untersuchung fördere ferner zutage, dass sich die Gelder immer mehr bei den Fondsriesen konzentrieren würden. Die 20 größten Vermögensverwalter der Welt würden mittlerweile 43 Prozent der oben genannten 94 Billionen Dollar managen. Das meiste Kapital werde zudem immer noch in Nordamerika verwaltet (58,1%), europäische Asset Manager seien für 31,8 Prozent der global verwalteten Vermögenswerte verantwortlich. Der Anteil passiver Fonds sei während der vergangenen fünf Jahre von 19,5 auf eine Quote von 22,4 Prozent gestiegen.

"Die Wachstumsrate im Jahr 2017 ist die höchste seit 2009", so Bob Collie, Analysechef des hauseigenen Thinking Ahead Institute von Willis Towers Watson. "Oberflächlich betrachtet erzählen die Zahlen eine Erfolgsgeschichte, allerdings gibt es bei näherer Betrachtung Anzeichen dafür, dass der Branche signifikante Umbrüche bevorstehen."

So hätten drei Viertel der Fondsgiganten (74%) in der Umfrage angegeben, dass sie ihre Ressourcen verstärkt in die Entwicklung der IT und "Big Data"-Anwendungen stecken müssten. Neben dem Umbruch in der Technologie hätten die Vermögensverwalter Collie zufolge auch mit dem demographischen, sozialen und auch dem ökologischen Druck (Stichwort: Nachhaltigkeits- respektive ESG-Aspekte) zu kämpfen, der sich auf ihre Geschäfts- und speziell ihre Vertriebsmodelle auswirken werde. (06.11.2018/fc/n/s)