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Fondsbranche erzielt im Januar 18,9 Milliarden Euro Neugeschäft - Fondsnews


12.03.18 15:00
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Fondsgesellschaften sammelten im Januar 2018 netto 18,9 Milliarden Euro neue Gelder ein, berichten die Experten vom BVI.

Auf offene Spezialfonds seien 9 Milliarden Euro entfallen. Den Großteil hätten aber offene Publikumsfonds mit Zuflüssen von 11,4 Milliarden Euro beigesteuert. Sie hätten damit das bisher zweithöchste Januar-Neugeschäft erzielt. Nur im Januar 2000 seien die Zuflüsse in offene Publikumsfonds mit 13 Milliarden Euro höher gewesen.

Bei den offenen Publikumsfonds würden Aktienfonds die Januar-Absatzliste mit Zuflüssen von netto 6,3 Milliarden Euro anführen. Ein vergleichbar hohes Neugeschäft hätten sie zuletzt im Juli 2000 (6,4 Milliarden Euro) erreicht. Den zweithöchsten Absatz im Januar hätten Mischfonds mit 3,8 Milliarden Euro erzielt, gefolgt von offenen Immobilienfonds mit 0,7 Milliarden Euro.

Die Fondsgesellschaften hätten Ende Januar 2018 ein Netto-Vermögen von insgesamt 3,04 Billionen Euro verwaltet. Davon würden 1,6 Billionen Euro auf offene Spezialfonds, 1,06 Billionen Euro auf offene Publikumsfonds, 377 Milliarden Euro auf freie Mandate, 1,9 Milliarden Euro auf geschlossene Publikumsfonds und 4,1 Milliarden Euro auf geschlossene Spezialfonds entfallen.

Das von den Fondsgesellschaften verwaltete Netto-Vermögen in Immobilienfonds sei in den letzten zwölf Monaten von 156 Milliarden Euro (Ende Januar 2017) auf 171 Milliarden Euro gestiegen. Das entspreche einem Zuwachs von fast 10 Prozent. 90,6 Milliarden Euro würden auf offene Publikumsfonds, 77,3 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds und 3,4 Milliarden Euro auf KAGB-konforme geschlossene Fonds entfallen.

Eine Auswertung der offenen Immobilienfonds zeige, dass Publikumsfonds in den letzten drei Jahren ihren Anteil an Immobilien in den USA - gemessen an den Verkehrswerten - von 4 Prozent auf 11 Prozent mehr als verdoppelt hätten. Bei Spezialfonds sei dieser Wert von 2 Prozent auf 5 Prozent gestiegen. Bei Publikumsfonds und Spezialfonds liege der Schwerpunkt aber weiterhin auf deutschen Immobilien mit 35 Prozent bzw. 70 Prozent. Verringert hätten Immobilienfonds in den letzten drei Jahren hingegen den Anteil von Immobilien in Frankreich und England. (12.03.2018/fc/n/s)