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Fondsbarometer: Neue-Energie-Fonds sind Top-Performer - Fondsnews


08.09.20 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Fonds, die in Konzepte zur alternativen Energiegewinnung investieren, führten im August die Hitparade der erfolgreichsten Produkte an, wie das aktuelle FONDS professionell Fondsbarometer zeigt, so die Experten von "FONDS professionell".

Den alten Börsen-Tipp "Sell in May..." zu befolgen, wäre 2020 keine gute Idee gewesen. Der seit Mitte März laufende Börsenaufschwung sei bis Ende August weitgehend ungebremst weiter gegangen. Die Sparten Technologie und Telekommunikation hätten es ein weiteres Mal unter die zehn besten von mehr als 50 von Mountainview beobachteten Fondskategorien geschafft, seien im August allerdings von Neue-Energie-Fonds klar distanziert worden. Mit fast neun Prozent durchschnittlichem Wertzuwachs binnen 31 Tagen lägen diese Branchen- beziehungsweise Themenfonds nun auch über längere Zeiträume unter den Top-Performern.

Wie im Vormonat berichtet, starte hier derzeit möglichweise ein neuer Trend. Bis vor kurzem orientierten sich die Kurse von Energiefonds, die fossile Brennstoffe vermeiden, viele Jahre lang an den Preisentwicklungen bei Öl, Gas und Kohle - nun scheinen sie sich nachhaltig zu emanzipieren, so die Experten von "FONDS professionell". Tatsächlich laufe diese Entwicklung schon etwas längere Zeit, schon seit Mitte 2018 würden die Wertentwicklungen von konventionellen und alternativen Energie-Fonds in unterschiedliche Richtung laufen. Zuletzt sei aber bemerkenswert gewesen, wie rasch sich New-Energy-Fonds vom Corona-Crash hätten erholen können, während Öl-, Gas- und Kohle-Fonds nach einer anfänglichen Erholung neuerlich an Terrain verloren hätten.

Da einerseits das Interesse an nachhaltigen Investments weiter steigen dürfte, während sich parallel dazu immer mehr Anleger von CO2-produzierenden Unternehmen abwenden würden, scheine eine Fortsetzung dieser Entwicklung wahrscheinlich.

Erstmals seit einigen Monaten habe man im August die Edelmetall-Fonds nicht unter den besten Performern gefunden. Stattdessen seien die 32 Edelmetall-Fonds, die von Mountainview zu dem entsprechenden Spartenindex zusammengefasst würden, mit einer durchschnittlichen Wertentwicklung von "nur" 0,48 Prozent unter den zehn schwächsten Fondsgruppen gelandet. Angesichts der seit Anfang August laufenden Konsolidierung der Edelmetallpreise sei das nicht überraschend.

Der Unzenpreis von Gold sei nach dem Rekordanstieg auf fast 2.070 US-Dollar wieder unter die 2.000-US-Dollar-Marke gefallen, womit sich auch der Wertzuwachs des Edelmetallpreises seit Jahresbeginn in Euro von rund 30 auf rund 20 Prozent verringert habe. Da sich am grundsätzlichen Auslöser des Gold- und Silberrausches - einer globalen Inflationsangst angesichts enormer Geldmengenausweitungen - nichts verändert habe, sei nicht davon auszugehen, dass sich am Basistrend etwas geändert habe.

Im Gegenteil: Da die US-Notenbank im August angekündigt habe, dass sie in Zukunft - zumindest vorübergehend - auch Inflationsraten über der bisher angesetzten Zwei-Prozent-Schwelle akzeptieren werde, könnte der Goldpreis einen weiteren Aufwärtsschub erhalten, sobald dies erstmals der Fall sein sollte.

Unterm Strich sei auch der August 2020 für Anleger, die in Aktienfonds investiert seien, ein erfolgreicher Monat gewesen. Über alle Regionen und Branchen hinweg hätten diese Fonds im Durchschnitt 3,91 Prozent zugelegt. Global diversifizierte Produkte ("Welt") seien sogar 4,35 Prozent teurer geworden, womit sich ihre Zehn-Jahres-Performance auf mehr als 93 Prozent verbessert habe, annualisiert seien das etwa 6,8 Prozent.

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang Oktober. (News vom 07.09.2020) (08.09.2020/fc/n/s)