Erweiterte Funktionen

Fondsbarometer: Coronavirus killt Fondserträge - Fondsnews


05.02.20 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen einer stärkeren Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie verhagelte den Aktienbörsen die Januar-Bilanz, wie das aktuelle FONDS professionell-Fondsbarometer zeigt, so die Experten von "FONDS professionell".

Wie fragil die Weltwirtschaft infolge der Globalisierung inzwischen ist, wird uns seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in China vor Augen geführt, so die Experten von "FONDS professionell". Obwohl die Zahl der Erkrankten - global betrachtet – mit rund 25.000 Personen gering sei, hätten die Quarantänemaßnahmen bereits spürbare Auswirkungen. China sei nach wie vor die "Werkbank" der Welt, und somit würden Produktionsunterbrechungen und Einschränkungen der Handelsströme weltweit Kreise ziehen.

In welchen Ausmaß sich die Epidemie auf Chinas eigenes Wachstum auswirken werde, sei nicht abzusehen. Dass der prognostizierte BIP-Anstieg von sechs Prozent im laufenden Jahr voraussichtlich nicht erreicht werden dürfte, stehe nach Ansicht vieler Kommentatoren so gut wie fest. Westliche Unternehmen seien vor allem dann unmittelbar betroffen, wenn sie in China produzieren beziehungsweise produzieren lassen würden - dies sei allerdings bei sehr vielen international aktiven Firmen der Fall. Hinzu würden die Absatzeinbußen im China-Geschäft kommen, wo die Angst vor der Krankheit alle großen Einkaufszentren derzeit leer stehen lasse.

Wie weitreichend die Folgen der Situation seien, zeige ein Blick auf die Monatsbilanz der 55 von Mountainview ermittelten Aktienfonds-Indices: Nur in zehn Fällen sei es zu keinem Verlust gekommen, deutliche Anstiege habe es gar keinen gegeben. Einzig der Technologie-Bereich bilanziere mit 2,14 Prozent Plus vergleichsweise gut, wobei hier vor allem die Amazon-Aktie zuletzt mit einem Monatsplus von mehr als sechs Prozent einen wesentlichen Beitrag geleistet habe.

Am härtesten habe es im Januar naturgemäß die Region Südostasien getroffen. Die Liste der Monatsverlierer bestehe praktisch nur aus Länder- und Regionenfonds - von Korea über Taiwan und Thailand bis China und Großchina. Ergänzt werde diese Liste um den Rohstoff- beziehungsweise Energiebereich. Hier habe die erwartete wirtschaftliche Abschwächung einen massiven Ölpreisrückgang bewirkt. Wie enorm die möglichen Auswirkungen sein könnten, zeige die revidierte Ölverbrauchsschätzung von BP für das laufende Jahr: Von den ursprünglich 1,2 Millionen Barrel pro Tag sei die Schätzung inzwischen auf 300.000 bis 500.000 Barrel herabgesetzt worden.

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell-Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang März. (05.02.2020/fc/n/s)