Erweiterte Funktionen

Elon Musk teilt kräftig aus gegen die ETF-Branche - ETF-News


05.05.22 14:25
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Gründer des E-Auto-Herstellers Tesla, Elon Musk, hat sich in die innerhalb der Asset-Management-Branche nach wie vor schwelende Aktiv-Passiv-Debatte eingeschaltet, so die Experten von "FONDS professionell".

Auf der Social-Media-Plattform Twitter, die Musk gerne komplett übernehmen möchte, habe der aus Südafrika stammende US-Unternehmer erklärt, das Wachstum der ETF-Branche sei "zu weit gegangen". Und habe damit seiner Besorgnis über die Auswirkungen von zunehmend passiven Investments auf das dadurch verloren gehende Engagement von Aktionären Ausdruck verliehen.

Musk habe damit auf einen Tweet von US-Softwareentwickler und Investor Marc Andreesen, einstiger Mitgründer von Netscape, reagiert. Andreesen habe darin beklagt, bei ETFs seien es nicht die eigentlichen Aktionäre, die Druck auf Unternehmen ausüben würden, sondern deren Asset Manager. Darauf habe Musk entgegnet: "Es werden Entscheidungen im Namen der tatsächlichen Aktionäre getroffen, die deren Interessen zuwiderlaufen" und habe ergänzt: "Großes Problem mit passiven/Indexfonds!"

Deshalb plädiere der Tesla-Gründer dafür, dass es eine Verschiebung zurück zu aktiven Investments geben sollte. Selbst Vanguard-Gründer Jack Bogle habe das Problem kurz vor seinem Tod erkannt und erklärt, Indexfonds hätten einen zu großen Anteil am Markt. Und der habe wirklich gewusst, wovon er gesprochen habe.

Das sei allerdings nicht ganz korrekt. Bogle habe zwar durchaus anerkannt, dass große ETF-Provider zu viele Stimmrechte auf sich vereinigen würden. Deshalb habe er sich für einen stärkeren Wettbewerb durch mehr aktives Management ausgesprochen. Er sei aber zeitlebens ein Verfechter des Kaufs von kostengünstigen Indexfonds geblieben. (05.05.2022/fc/n/e)