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Globaler ETF-Markt: ETFs sammeln im Oktober 102 Mrd. Euro ein - Nordamerika-Aktien-ETFs deutlich im Fokus


24.11.21 14:29
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - Im Oktober waren Aktien-ETFs weiterhin gefragter als Anleihe-Produkte, so die Experten von Amundi ETF.

Dies gelte sowohl global, wo Aktien-ETFs im Oktober 79,1 Mrd. Euro und Anleihe-ETFs 19,5 Mrd. Euro zugeflossen seien, als auch in Europa mit Zuflüssen in Aktien-ETFs in Höhe von 9,9 Mrd. Euro und n-ETFs von 0,5 Mrd. Euro.

Insgesamt hätten ETFs global 102 Mrd. Euro eingesammelt. Auf Nordamerika-Aktien entfalle mit 50,6 Mrd. Euro fast die Hälfte der Neugelder, gefolgt von globalen Aktien-Exposures (+10,9 Mrd. Euro). Während diese Anlageklassen sowohl in Europa als auch in den USA im Fokus gestanden hätten, gelte dies nicht für Asien. Dort würden Anleger auf Japan (+3,1 Mrd. Euro) und Schwellenländer (+2,4 Mrd. Euro) setzen.

Anleger hätten im Oktober 9,9 Mrd. Euro in Aktien-ETFs investiert. Parallel zum globalen Trend seien Nordamerika-Aktienindices mit Zuflüssen von 4,1 Mrd. Euro am beliebtesten gewesen, gefolgt von globalen Strategien (+ 2,4 Mrd. Euro). Abgesehen von ETFs auf britische Aktien (-570 Mio. Euro) habe es keine größeren regionalen Abflüsse gegeben.

ESG-Aktienstrategien seien weiterhin gefragt gewesen (+5,6 Mrd. Euro), wobei der Großteil auf globale ESG-Indices entfallen sei (1,9 Mrd. Euro). Nordamerikanische Aktien-ESG-ETFs seien mit 1,6 Mrd. Euro am zweitbeliebtesten gewesen. Fast 80% der Zuflüsse in globale Aktien-ETFs seien auf ESG-Strategien entfallen. Bei Nordamerika-ETFs hätten diese mehr als ein Drittel des dort investierten Kapitals ausgemacht. Ähnlich verhalte es sich mit Klimastrategien, die um 977 Mio. Euro zugelegt hätten. Dies liege auch daran, dass die Zahl der Vermögensverwalter, die diese Produkte anbieten würden, gestiegen sei, seitdem die EU-Bestimmungen zur Indexklassifizierung eingeführt worden seien.

Bei Smart-Beta-Produkten falle auf, dass Quality-Strategien weiter zugelegt hätten (+781 Mio. Euro), während sich Abflüsse aus Value-ETFs, die im September noch fast 900 Mio. Euro erreicht hätten, auf 50 Mio. Euro deutlich verlangsamt hätten.

Auf der Anleiheseite seien in Europa nur Staatsanleihe-ETFs nennenswert Mittel zugeflossen (+629 Mio. Euro), während Unternehmensanleihe-ETFs quasi stagniert hätten (+8 Mio. Euro). Aus ETFs auf Schwellenländer-Staatsanleihen seien 651 Mio. Euro abgeflossen.

ETFs auf US-Staatsanleihen im mittleren Laufzeitsegment seien die beliebteste Anlageklasse (+382 Mio. Euro) gewesen. Außerdem hätten Anleger wegen Inflationssorgen in inflationsgebundene Anleihen der Eurozone (+275 Mio. Euro) und der USA (+197 Mio. Euro) investiert.

Inflationssorgen hätten auch bei Unternehmensanleihen das Geschehen geprägt. Anleger hätten 160 Mio. Euro in variabel verzinsliche Unternehmensstrategien investiert, während sie aus europäischen und US-Unternehmensanleihen 367 Mio. Euro bzw. 114 Mio. Euro abgezogen hätten, sodass die Zuflüsse mit 8 Mio. Euro nahezu unverändert geblieben seien.

ESG-Strategien seien auch bei Anleihen gefragt gewesen (+712 Mio. Euro). 279 Mio. Euro seien dabei auf Unternehmensanleihen der Eurozone und 131 Mio. Euro auf Papiere von Finanzinstituten entfallen. Anleger seien von traditionellen Unternehmensanleihe-ETFs in entsprechende ESG-Strategien geswitcht. Während es insgesamt keine Zuflüsse in ETFs auf europäische Unternehmensanleihen gegeben habe, sei es zu einer erheblichen Rotation von traditionellen in ESG-Strategien gekommen (Ausgabe Oktober 2021). (24.11.2021/fc/a/e)