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ETF-Hype: Anlagevolumen mit 87% Anstieg seit 2018 - Weitere Verdopplung bis 2023 erwartet - ETF-News


03.09.20 12:28
Kryptoszene.de

Berlin (www.fondscheck.de) - Innerhalb der letzten zwei Jahre kletterte das ETF-Anlagevolumen in Deutschland von 20,9 auf 39,1 Milliarden Euro, so die Experten der Nachrichten- und Informationsplattform Kryptoszene.de.

Der Zugewinn schlage mit 87 Prozent zu Buche. Dies gehe aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervor. Gemäß der Erhebung könnte sich das weltweite ETF-Kapital bis zum Jahr 2023 auf 12 Billionen US-Dollar verdoppeln.

Wie die Infografik aufzeige, lasse sich der Trend hin zu ETFs an mehreren Indikatoren ablesen. Zum einen würden immer mehr Anleger auf ETF-Sparpläne setzen: Inzwischen gebe es hiervon alleine in Deutschland rund 1,8 Millionen. Im Jahr 2014 seien es lediglich 175.979 gewesen. Andererseits würden Deutsche im Mittel nicht nur mehr auf Sparpläne setzen, sondern würden je Sparplan auch mehr Geld investieren. Aktuell betrage die durchschnittliche ETF-Sparplanrate 174,50 Euro. Noch vor zwei Jahren seien es 144,90 Euro gewesen.

Indes zeige sich, dass die Pandemie den ohnehin schon in Gang gesetzten Aufwärtstrend noch weiter befeuere. 34 Prozent der Deutschen würden angeben, sich seit der Corona-Krise verstärkt für das Thema Geldanlage zu interessieren.

BlackRock sei der weltweit größte ETF-Anbieter, welcher über ein Drittel des Marktanteils aller relevanten Anbieter vereinnahme. Dieser wiederum scheine unter anderem von dem ETF-Hype zu profitieren, was sich an steigenden Börsenkursen und einem erhöhten Interesse an der BlackRock Aktie manifestiere: Nie hätten in den letzten fünf Jahren mehr Bundesbürger auf Google nach "BlackRock Aktien" und "ETF kaufen" gesucht, als im Krisenjahr 2020.

"Großer ETF-Wachstumstreiber ist das Thema private Altersvorsorge", so Kryptoszene-Analyst, Raphael Lulay. "Die breite Streuung ermöglicht eine vergleichsweise hohe Planbarkeit, wohingegen Investments in Einzeltitel deutlich höhere Risiken bergen". (03.09.2020/fc/n/e)