Erweiterte Funktionen

BlackRocks Passiv-Ableger feiert Rekordwachstum - ETF-News


05.01.18 14:52
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Auch 2017 vertrauten mehr Investoren ihr Geld börsengehandelten Indexfonds (ETFs) an, so die Experten von "FONDS professionell".

Das in den passiven Produkten verwaltete Vermögen sei weltweit auf mehr als 4,5 Billionen US-Dollar (rund 3,7 Billionen Euro) geklettert. In diesem Umfeld sei auch der Branchenprimus BlackRock so schnell wie nie zuvor gewachsen. Die ETF-Tochter iShares habe unter dem Strich ein Mittelaufkommen von 246 Milliarden US-Dollar verbucht, teile die Gesellschaft mit.

Das verwaltete Vermögen von iShares habe sich zum Jahresende auf 1,75 Billionen US-Dollar belaufen. Davon seien 1,3 Billionen auf Aktien- sowie 427 Milliarden auf Anleihe- und Rohstoffprodukte entfallen, habe es weiter geheißen. "Wir erwarten, dass das verwaltete Vermögen am weltweiten ETF-Markt sich bis 2022 mehr als verdoppeln wird", sage Mark Wiedman, Globaler Leiter von iShares und dem Bereich Index Investments bei BlackRock, der Mitteilung zufolge.

Ein besonderes starkes Wachstum habe der Branchenprimus bei Anleihen-ETFs verzeichnet. Die Nettozuflüsse hätten sich hier auf 68 Milliarden US-Dollar belaufen. Damit hätten sie um 13 Prozent zugelegt, so das Haus. Immer mehr Investoren würden ETFs als integrale Bestandteile moderner Bondportfolios betrachten.

Die Anleihenmärkte würden sich zunehmend von exklusiven Over-the-Counter-Geschäften über zwischengeschaltete Händler hin zu offeneren Netzwerken entwickeln, die alle Marktteilnehmer miteinander verbinden würden, so BlackRock. Auch im alternativen Bereich wie bei Smart-Beta- oder Faktor-Produkten registriere der Anbieter eine rege Nachfrage.

In Europa hätten die iShares-Produkte Nettozuflüsse in Höhe von 41 Milliarden US-Dollar verzeichnet, die von Investoren aus Europa, Asien und Lateinamerika gekommen seien. In Europa habe iShares zum Jahresende 359 Milliarden US-Dollar verwaltet. "Die europäische ETF-Branche steht vor einer neuen Wachstumsphase, denn die Folgen der Finanzmarktrichtlinie Mifid II werden in der gesamten Region widerhallen", werde Stephen Cohen, Leiter iShares in der Region Europa, Naher Osten und Afrika, in der Mitteilung zitiert.

Mifid II werde hinsichtlich Kosten und Transparenz in der Beratung einen neuen Standard setzen, ergänze Peter Scharl, Leiter iShares in Deutschland, Österreich und Osteuropa. "Diese Faktoren haben schon in der Vergangenheit maßgeblich dazu beigetragen, dass viele deutsche Investoren ETFs nutzen", so Scharl.

Zudem sei Deutschland anderen europäischen Ländern voraus, wenn es um die Verbreitung digitaler Wealth-Management-Angebote gehe, die oft auf ETFs und anderen kostengünstigen Fonds basieren würden. "Angesichts der Preissensitivität am deutschen Markt erwarten wir, dass Mifid II in dieser Hinsicht als weiterer Katalysator wirken wird", resümiere Scharl. (News vom 04.01.2018) (05.01.2018/fc/n/e)